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Museums-Einbruch - Zwei Verdächtige weiter auf der Flucht

Kriminalität

Donnerstag, 19. November 2020 - 13:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin/Dresden. Dass der Zugriff auf die mutmaßlichen Juwelendiebe nicht ganz ohne Pannen verlief, wurde schnell klar: Zwei Verdächtige konnten entkommen, nach ihnen fahndet die Polizei. Unklar ist, ob sie die Observation bemerkten oder ob etwas durchsickerte.

Polizeibeamte gehen zu einem Wohnhaus in Berlin. Foto: Paul Zinken/dpa

Zwei Tage nach drei Verhaftungen wegen des spektakulären Juwelendiebstahls in Dresden sind zwei verdächtige Männer weiter auf der Flucht.

Die Fahndung nach den 21-jährigen Zwillingen aus dem Berliner Clan-Milieu lief auch am Donnerstag noch. Ob und wie viele Hinweise zu den Gesuchten inzwischen bei der federführenden Staatsanwaltschaft in Dresden eingingen, sollte am Nachmittag mitgeteilt werden. Die Fahndung war am Mittwochabend auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen xy ...“ erwähnt worden. Das Fluchtauto des einen Mannes war bereits am Dienstagabend gefunden worden.

Zudem kündigten die Dresdner Ermittlungsbehörden eine Stellungnahme zu einem Bericht der „Bild“-Zeitung über Details der Pannen bei der Verhaftung der mutmaßlichen Täter in Berlin an.

Die geflüchteten Zwillinge sollen zusammen mit den drei verhafteten Komplizen aus dem arabischstämmigen Berliner Remmo-Clan am 25. November 2019 in den historischen Teil der Dresdner Schatzkammer eingebrochen sein und dort wertvollen Juwelen-Schmuck gestohlen haben. Die Polizei war den Verdächtigen unter anderem durch Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras, Spuren am Tatort und Spuren in einem später gefundenen Fluchtauto auf die Spur gekommen.

Laut dem „Bild“-Bericht, der sich auf Einsatzprotokolle der Polizei stützt, soll die Polizei die fünf jungen Männer vor dem Zugriff observiert und abgehört haben. Es habe zuvor Hinweise auf eine akute Fluchtgefahr gegeben. Gegen 3.00 Uhr wurde der erste Verdächtige festgenommen, weil er mit einem Auto durch Berlin raste. Danach soll es zu verstärktem Austausch von Nachrichten zwischen den Verdächtigen gekommen sein, mehrere Handys sollen ausgeschaltet worden sein. Die Polizei halte es nicht für ausgeschlossen, dass der geplante Einsatz bekannt war oder bemerkt wurde, so die „Bild“-Zeitung.

Am frühen Morgen habe einer der jetzt gesuchten Männer seine Wohnung verlassen und sei mit dem Auto weggefahren. Zunächst konnte er wohl noch verfolgt werden, dann verlor die Polizei ihn. Auch sein Bruder verschwand plötzlich. Beide wurden bis jetzt nicht gefunden. Kurz vor 5.00 Uhr soll die Polizei einen anderen Mann festgenommen haben, weil sie ihn für einer der Verdächtigen hielt. Er war aber unbeteiligt.

© dpa-infocom, dpa:201119-99-390107/3

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