Myanmar: Deutsche Botschaft fordert Zugang zu dpa-Journalist

dpa Taunggyi. Ein Journalist der Deutschen Presse-Agentur ist ist am Donnerstag in Myanmar von Sicherheitskräften festgenommen worden. Nun sind die deutsche und die polnische Botschaft aktiv geworden.

Myanmar: Deutsche Botschaft fordert Zugang zu dpa-Journalist

Robert Bociaga ist polnischer Journalist und für die Deutsche Presse-Agentur in Myanmar tätig. Foto: --/facebook screenshot/dpa

Die Deutsche Botschaft in Yangon (früher: Rangun) hat die Behörden in Myanmar zu einer „fairen und menschlichen Behandlung“ eines festgenommenen polnischen Journalisten aufgefordert.

„Die Botschaft hat auch im Namen der polnischen Botschaft in Bangkok die myanmarische Seite offiziell gebeten, Informationen über den genauen Aufenthaltsort des inhaftierten polnischen Bürgers zu geben, ihm sofortigen konsularischen Zugang zu gewähren und schriftliche Informationen über den Grund seiner Inhaftierung und die Vorwürfe gegen ihn vorzulegen“, hieß es am Samstag in einer auf Facebook veröffentlichten Mitteilung.

Der polnische Journalist Robert Bociaga, der für die dpa in dem südostasiatischen Land tätig ist, war am Donnerstag nach übereinstimmenden Medienberichten in Taunggyi im Zentrum des früheren Birma von Einsatzkräften festgenommen worden. Der 30-Jährige soll dabei auch geschlagen und verletzt worden sein, wie ein Reporter von Khit Thit Media auf Facebook berichtete. Auf Fotos war zu sehen, wie Bociaga von etwa einem Dutzend Uniformierter umzingelt wurde und vor einer Wand schützend die Hände über sich hielt.

„Wie jeder Inhaftierte hat er Anspruch auf gesetzliche Vertretung und als ausländischer Inhaftierter auf konsularischen Schutz“, so die Deutsche Botschaft, die in Myanmar die konsularischen Interessen der polnischen Bürger vertritt.

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