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In- und Ausland

NSU-Prozess: Verteidiger der Mitangeklagten plädieren

Prozesse

Mittwoch, 2. Mai 2018 - 05:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Nach Beate Zschäpe sind jetzt die mitangeklagten mutmaßlichen Terrorhelfer mit Schlussvorträgen an der Reihe. Den Anfang machen die Verteidiger von Carsten S., der die Mord-„Ceska“ nach Chemnitz gebracht haben soll.

Beate Zschäpe sitzt am im Gerichtssaal im Oberlandesgericht neben ihrem Anwalt Mathias Grasel. Foto: Peter Kneffel

Im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht sollen von Mittwoch an die Verteidiger der vier neben Beate Zschäpe angeklagten mutmaßlichen Terrorhelfer plädieren.

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Den Anfang sollen die Anwälte von Carsten S. machen. Der 38-Jährige ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt, weil er die wichtigste Mordwaffe des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, eine „Ceska“-Pistole, zu Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach Cemnitz gebracht haben soll.

Mit der immer gleichen Waffe ermordeten die beiden Terroristen neun Gewerbetreibende mit türkischen und griechischen Wurzeln in Nürnberg, München, Hamburg, Rostock, Dortmund und Kassel. Die Bundesanwaltschaft hatte drei Jahre Jugendstrafe für Carsten S. beantragt. Er ist geständig. 

Die Verteidiger-Plädoyers hatten vergangene Woche mit den Schlussvorträgen der beiden Wunschverteidiger von Beate Zschäpe begonnen. Sie ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Sie lebte fast 14 Jahre gemeinsam mit Mundlos und Böhnhardt im Untergrund. Die Bundesanwaltschaft fordert für sie lebenslange Haft. Die Verteidiger verlangten eine Gefängnisstrafe von maximal zehn Jahren.

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