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Netzagentur: Neue Paketpreise der Post sind zu hoch

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Mittwoch, 29. Januar 2020 - 09:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bonn. Seit dem Jahreswechsel zahlen Postkunden mehr für Paketsendungen. Die Bundesnetzagentur will jetzt prüfen, ob die Portoerhöhung gerechtfertigt ist.

Arbeit im Paketzentrum der DHL. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB

Die Bundesnetzagentur hält die neuen Preise der Deutschen Post, die Privatkunden für Pakete zahlen müssen, für zu hoch. Man wolle in einem offiziellen Verfahren prüfen, ob die Post ihre Preise missbräuchlich erhöht habe, hieß es von der Bonner Behörde in einer Mitteilung.

„Es gibt deutliche Hinweise, dass die Post einseitig zu Lasten von Privatkunden ungerechtfertigte Erhöhungen der Paketpreise vorgenommen hat“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Regulierungsbehörde vermutet, dass die neuen Paketpreise die tatsächlich anfallenden Kosten überschreiten. Unter Wettbewerbsbedingungen könnten sie nicht verlangt werden. Zunächst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über das Vorgehen der Behörde berichtet.

Die Post hatte ihre Preise für Privatkunden zum Jahreswechsel erhöht. Bei den unterschiedlichen Arten von Paketen fiel die Anhebung verschieden aus. Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen zum Beispiel kostet in der Filiale für den Inlandsversand nun 4,79 Euro, zuvor waren es 4,50 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets verteuerte sich um einen Euro auf 10,49 Euro. Im Schnitt stiegen die Preise um drei Prozent. Zuvor hatte der Konzern seine Gebühren für Pakete zuletzt 2017 angehoben. Die Bundesnetzagentur kann die Post gegebenenfalls auffordern, die Preise neu anzupassen.


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