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Neuseeländische Vulkaninsel bleibt gesperrt

Erdbeben

Mittwoch, 11. Dezember 2019 - 10:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Wellington. Wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs bleibt die neuseeländische Vulkaninsel White Island weiterhin gesperrt. Den Bergungsteams gelang es auch heute nicht, die vermutlich noch acht Toten von der Insel zu holen.

Aus der Touristeninsel White Island ist nach dem Ausbruch von Neuseelands gefährlichstem Vulkan eine Todeszone geworden. Foto: Maxar Technologies/AP/dpa

Die Leiterin des nationalen Zivilschutzes, Sarah Stuart-Black, sprach von einer „höchst tragischen Situation“, nicht nur für die Hinterbliebenen.

Bei dem Ausbruch am Montag kamen nach einer bisherigen inoffiziellen Bilanz 14 Menschen ums Leben. Mehrere Inselbesucher schweben in Lebensgefahr. Am Mittwoch wurden noch insgesamt 30 Verletzte wegen ihrer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt. Darunter sind auch vier deutsche Neuseeland-Urlauber. Wie schlimm die Bundesbürger verletzt sind, ist unklar.

Die Polizei hat schon länger keine Hoffnung mehr, auf der Insel 50 Kilometer vor der Küste noch Überlebende zu finden. Polizei-Vize John Tims sagte, seine Leute stünden bereit, auf White Island zu gehen. Derzeit sei es aber zu gefährlich. Nach Angaben des Geoforschungszentrums GNS liegt die Gefahr neuer Eruptionen bei mehr als 50 Prozent.

Der Arzt Peter Watson sagte, die Verletzten seien dringend auf Hilfe angewiesen. Die meisten würden künstlich beatmet. Bei einigen seien 90 bis 95 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Die Hälfte der 47 Inselbesucher stammte aus Australien. Andere kamen aus China, den USA und Großbritannien. Neuseeland ist der deutschen Zeit derzeit zwölf Stunden voraus.

Rettungskräfte auf der Vulkaninsel White Island. Aus der Touristeninsel ist nach dem Ausbruch von Neuseelands gefährlichstem Vulkan eine Todeszone geworden. Foto: -/XinHua/dpa

Die Hoffnung, auf White Island och Überlebende zu finden, tendiert gegen Null. Foto: Michael Schade/Michael Schade/dpa

Rauchender Vulkan auf der White Island: Neuseelands Ureinwohner nennen ihn Whakaari - den „dramatischen Vulkan“. Foto: Supplied/AUCKLAND RESCUE HELICOPTER TRUST/AAP/dpa

Selbst aus 50 Kilometer Entfernung war die Aschewolke noch zu sehen. Foto: George Novak/New Zealand Herald/AP/dpa

Dieses von NZME zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Verletzte, die von Krankenwagen abtransportiert werden. Foto: Katee Shanls/NZME/AP/dpa

Die neuseeländische Premierministerin, Jacinda Ardern, äußert sich bei einer Presskonferenz. Foto: Daniel Hicks/AAP/dpa

Der Notfalldienst betreut eine verletzte Person. Foto: Alan Gibson/New Zealand Herald/dpa


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