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Nicaraguas Präsident lehnt Neuwahlen trotz der Proteste ab

Demonstrationen

Sonntag, 8. Juli 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Managua/Masaya. Trotz der blutigen Proteste gegen die Regierung lehnt Präsident Daniel Ortega die von der Opposition geforderten Neuwahlen ab.

In Begleitung eines bewaffneten Leibwächters winkt Nicaraguas Präsident Daniel Ortega getreuen Parteianhängern zu. Neuwahlen lehnt er trotz den blutigen Protesten ab. Foto: Alfredo Zuniga/AP

„Die Wahlen werden abgehalten, wie das Gesetz es vorschreibt. Alles hat seine Zeit“, sagte Ortega bei seinem ersten öffentlichen Auftritt sei Ende Mai vor Tausenden Anhängern in der Hauptstadt Managua. In der Nachbarstadt Masaya hingegen gingen zahlreiche Demonstranten gegen die autoritäre Regierung des mittelamerikanischen Landes auf die Straße.

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Wegen der Proteste mussten die regierenden Sandinisten zum ersten Mal seit 39 Jahren einen traditionellen Marsch von Managua nach Masaya absagen. „Das Volk hat entschieden, dass wir Ortega nicht nach Masaya lassen und wir haben das Versprechen erfüllt“, sagte Yubrank Suazo vom Oppositionsbündnis 19. April der Zeitung „El Nuevo Diario“. „Jetzt müssen wir geeinter denn je sein, obwohl sie uns töten und unsere Häuser in Brand stecken. Mehr denn je ruft das Volk heute nach Gerechtigkeit.“

Die jüngsten Proteste gegen die Regierung hatten sich im April an einer geplanten Sozialreform entzündet. Mittlerweile fordern die Demonstranten allerdings den Rücktritt von Präsident Ortega, ein Ende der Gewalt und eine freie Presse. Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften, regierungsnahen Paramilitärs und Regierungsgegnern kamen nach Angaben von Menschenrechtlern bereits über 300 Menschen ums Leben.

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