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In- und Ausland

Nordkorea feuert offenbar erneut Rakete ab

Konflikte

Dienstag, 28. November 2017 - 20:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Seoul. Nordkorea schießt nach einem Medienbericht erneut eine ballistische Rakete ab. Erst vor rund einer Woche hatten die USA das kommunistisch geführte Land auf eine schwarze Liste von Terrorunterstützer-Staaten gesetzt.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un freut sich Mitte September über einenh fgelungenen Raketenstart. Foto: KCNA via KNS

Nordkorea hat der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Die Rakete sei von der Provinz Süd-Pyongan in östliche Richtung abgefeuert worden, meldete Yonhap am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) unter Berufung auf das südkoreanische Militär.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bestätigte einen möglichen Raketentest Nordkoreas. „Alles, was wir im Moment sagen können, ist, dass es wahrscheinlich zu einem Abschuss gekommen ist“, sagte ein Pentagon-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Die US-Streitkräfte in der Pazifik-Region seien dabei, die Erkenntnisse zu bestätigen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, erklärte via Twitter, Präsident Donald Trump sei über die Situation unterrichtet worden, während eine Rakete noch in der Luft gewesen sei.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region wieder deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit erneut gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.

Die USA hatten Nordkorea zuletzt auf die Liste der staatlichen Unterstützer von Terrorismus gesetzt. Das US-Finanzministerium verstärkte die Sanktionen gegen das kommunistisch geführte Land. Zahlreiche Länder hatten ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea bereits deutlich zurückgefahren oder eingestellt.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte jüngst weiter Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konflikts geäußert. „Viele sind der Auffassung, dass bedeutende Resultate erzielt werden“, sagte Tillerson vergangene Woche über die US-Strategie des „maximalen Drucks“. Es gebe gesicherte Anzeichen dafür, dass Nordkorea vor einem Versorgungsproblem bei Treibstoff stehe und die Staatseinnahmen deutlich sinken. „Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es seit 60 Tagen keinen provokativen Akt mehr seitens Pjöngjang gegeben hat.“

Nordkorea bezeichnete seine Wiederaufnahme auf die US-Liste von Terror-Unterstützerstaaten als „schwere Provokation“. Das Außenministerium in Pjöngjang warf Washington eine feindselige Politik vor. Nordkorea werde daher sein Atomprogramm weiter ausbauen. Die Nuklearwaffen dienten der Verteidigung der eigenen Souveränität, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

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