In- und Ausland

Papst Franziskus beginnt Reise nach Chile und Peru

Kirche

Montag, 15. Januar 2018 - 05:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Rom. Franziskus, der „Papst der Armen“, bricht nach Südamerika auf. Neben Staatsoberhäuptern wird er auch Menschen treffen, die für die Rückgabe ihres Lands kämpfen, und mit Opfern der Pinochet-Diktatur reden.

Vorfreude: Freiwillige Helfer lassen sich in Santiago de Chile mit einer Figur von Papst Franziskus fotografieren. Franziskus wird dort am Dienstag eine große Messe abhalten. Foto: Hans Scott

Papst Franziskus bricht heute von Rom nach Chile und Peru auf. Im Mittelpunkt seiner sechsten Reise nach Lateinamerika sollen Begegnungen mit Indios und Migranten stehen. In Chile trifft Franziskus Vertreter der Mapuche-Indianer, die seit Jahren für die Rückgabe ihrer Ländereien kämpfen.

Außerdem soll er mit Opfern der Pinochet-Diktatur zusammenkommen. In Peru besucht er das Amazonasgebiet, wo illegaler Bergbau die Lebensgrundlage der Indios zerstört.

„Die Kultur des Ausschließens hat immer mehr von uns Besitz ergriffen. Ich will an eurer Freude, eurer Trauer, euren Problemen und Hoffnungen teilhaben. Ich will euch sagen: Ihr seid nicht allein, der Papst ist bei euch“, sagte Franziskus in einer Videobotschaft vor Reisebeginn.

Vor Hunderttausenden Gläubigen wird der Papst im Laufe der einwöchigen Reise eine Reihe von Messen feiern, Perus wegen Korruptionsskandalen umstrittenen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski und Chiles scheidende Staatschefin Michelle Bachelet treffen sowie mit Priestern und Seminaristen zusammenkommen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.