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Papst Franziskus setzt Lateinamerikareise in Peru fort

Kirche

Freitag, 19. Januar 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Lima. In dem südamerikanischen Land wird der Pontifex das Amazonasgebiet besuchen, wo Abholzung und illegaler Bergbau die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung gefährden. Das Thema liegt ihm am Herzen: Für kommendes Jahr hat er eine eigene Amazonas-Synode einberufen.

Papst Franziskus fährt mit dem Papamobil durch Lima. Foto: Dante Zegarra

Zweite Etappe der Lateinamerikareise: Nach seinem Besuch in Chile ist Papst Franziskus nach Peru weitergereist. Am Flughafen der Hauptstadt Lima wurde das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag von Staatschef Pedro Pablo Kuczynski empfangen.

Mit dem Papamobil fuhr Franziskus zur Apostolischen Nuntiatur im exklusiven Stadtteil San Isidro im Süden der Stadt. Dort sprach er mit den Gläubigen ein Ave Maria und bat: „Betet für mich, vergesst das nicht.“

Das Programm seines dreitägigen Besuchs sieht am Freitag ein Treffen mit Vertretern der indigenen Amazonas-Völker in Puerto Maldonado in der Provinz Madre de Dios vor. Dort wird das katholische Kirchenoberhaupt die Umweltzerstörung sehen, die er in seiner Enzyklika „Laudato Si“ anprangerte. Unter der Abholzung und der Verseuchung der Flüsse mit Quecksilber leiden vor allem die indigenen Völker der Region. Außerdem ist der Besuch des Kinderheims El Principito (Der kleine Prinz) des Schweizer Befreiungstheologen Xavier Arbex geplant.

Die Bewahrung der Schöpfung und die Achtung der Urbevölkerung liegen Franziskus besonders am Herzen. Für kommendes Jahr hat er eine Bischofssynode für das Amazonas-Gebiet einberufen. Dort soll über neue Wege gegen Umweltzerstörung und Vertreibung diskutiert werden.

Im nordperuanischen Trujillo und in Lima will der Papst Messen im Freien halten. Auf seiner ersten Station - in Chile - hatte er drei Messen gehalten, in denen er die Unterdrückung der indigenen Mapuche und die Ausbeutung der Migranten angeprangert hatte.

Mehr als 40 000 Sicherheitskräfte sind beim Papst-Besuch in Peru im Einsatz. Im Süden Perus wurde am frühen Donnerstagmorgen ein Brandanschlag auf eine Kirche in Arequipa verübt. Es entstand nur geringer Schaden. In Chile waren während des Papstbesuches Besuchs mehrere Kirchen mit Brandsätzen angegriffen worden. Am Sonntag ist ab Lima der Rückflug des Papstes nach Rom geplant.


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