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Papst reist zu slowakischem Nationalheiligtum

Kirche

Mittwoch, 15. September 2021 - 04:34 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Sastin. Die Slowakei-Reise von Papst Franziskus neigt sich dem Ende entgegen. Mit einem katholischen Programmpunkt findet eine Tour den Abschluss, bei der das Kirchenoberhaupt auch für Diskussionen sorgte.

Papst Franziskus trifft sich mit jungen Menschen im slowakischen Kosice. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Nach vier Tagen will Papst Franziskus seine Reise beschließen, die in Budapest begann und in die Slowakei führte. Das Oberhaupt der katholischen Kirche will am letzten Tag seines Slowakei-Besuchs eine Messe im wichtigen Wallfahrtsort Sastin halten.

Für die slowakischen Katholiken steht am Mittwoch ein wichtiger Gedenktag an. Der 15. September ist in dem mitteleuropäischen Land das Fest im Gedenken an die sieben Schmerzen Mariens. Vor der Messe will der 84-Jährige mit Bischöfen noch am Nationalheiligtum beten.

Sastin als Stadtteil der knapp 5000 Einwohner zählenden Kleinstadt Sastin-Straze in der Westslowakei ist als Marien-Wallfahrtsort bekannt. Religiöses Zentrum des Ortes ist die Barockbasilika, die der Landesheiligen Maria von den Sieben Schmerzen geweiht ist. An dem Gedenktag kommen in der Regel viele Pilger in den Ort. Die Kirche hat allerdings nicht nur Bedeutung für die römisch-katholische Gemeinde, sondern auch für die griechisch-katholische Eparchie, wie in den Ostkirchen ein Bistum bezeichnet wird.

Am Nachmittag will Franziskus in den Flieger zurück nach Rom steigen. Seine 34. internationale Reise geht damit zu Ende. In den vergangenen Tagen hatten unter anderem sein Treffen mit Ungarns Regierungschef Viktor Orban in Budapest und sein Besuch in der ostslowakischen Stadt Kosice in der Roma-Plattenbausiedlung Lunik IX für Aufsehen gesorgt. Die Zusammenkunft mit Orban war mit Spannung erwartet worden, da Franziskus sich im Gegensatz zu Orbans Anti-Migrationspolitik immer wieder in seinen Reden für die Belange von Menschen auf der Flucht einsetzt.

In der Slowakei hatten sich Politiker kritisch geäußert, als bekannt wurde, dass Franziskus in das Viertel Lunik IX fahren will, da die umstrittene Siedlung bei einigen als Schandfleck gilt. Mit seinem Besuch brachte Franziskus auch internationale Aufmerksamkeit. Die Menschen vor Ort hoffen darauf, dass sich die Situation in ihrem Viertel verändert. „Wir leben in einer Epoche des Wandels. Und gerade der Papst kann mit seinen Worten den Anstoß zur Veränderung geben“, sagte der frühere Parlamentspräsident und Symbolfigur der katholischen Slowakei, Frantisek Miklosko.

© dpa-infocom, dpa:210915-99-221388/3

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