Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Piloten: Regierung vernachlässigt Luftverkehr sträflich

Luftverkehr

Mittwoch, 23. Mai 2018 - 14:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Die Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert, dass die Politik die Interessen der Unternehmen und der Beschäftigten im Luftverkehr besser ausgleicht. Foto: Julian Stratenschulte

Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt. „Jeder Tag, den Ryanair mit scheinselbstständigen Leihpiloten weiterfliegt, ist für sie ein Gewinn.“ Die Iren setzten zudem andere Gesellschaften mit ihren niedrigen Kosten zu Lasten der Beschäftigten unter Druck.

Anzeige

Die Politik müsse die Interessen der Unternehmen und der Beschäftigten besser ausgleichen, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Wachstum dürfe nicht mehr allein auf Kosten der Belegschaft und des Sozialkonsens stattfinden. Auch innerhalb des Lufthansa-Konzerns würden Arbeitnehmerrechte missachtet, etwa bei der Behinderung der Betriebsratswahl bei Sun Express.

In der Luftverkehrspolitik müsse Deutschland nationale Alleingänge wie die Luftverkehrssteuer beenden, erklärte Schulz. Die Vorhaben der Bundesregierung im Luftverkehr reichten keinesfalls aus. „Die wissen genau, was sie tun müssten, tun es aber einfach nicht.“ Dies gelte auch für die Infrastrukturplanungen oder den von der Europäischen Union weiterhin im Alleingang betriebenen Emissionshandel.

Ihr Kommentar zum Thema

Piloten: Regierung vernachlässigt Luftverkehr sträflich

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige