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In- und Ausland

Pompeo stellt erneut das Atomabkommen mit dem Iran in Frage

International

Sonntag, 29. April 2018 - 13:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Riad. Der neue US-Außenminister Mike Pompeo hat bei seinem Antrittsbesuch in Saudi-Arabien das Atomabkommen mit dem Iran erneut in Frage gestellt. Es müsse sichergestellt werden, dass der Iran niemals eine Atombombe besitzen werde.

König Salman bin Abdulaziz Al Saud von Saudi-Arabien empfängt Mike Pompeo zu einem Gespräch. Foto: Saudi Press Agency

„Der Iran-Deal in seiner jetzigen Form gibt keine Sicherheit. Wir werden mit unseren europäischen Verbündeten daran arbeiten, den Deal zu reparieren“, sagte Pompeo am Sonntag in Riad bei einer Pressekonferenz mit seinem saudi-arabischen Amtskollegen Adel al-Dschubair. Falls dies nicht möglich sei, habe US-Präsident Trump bereits angekündigt, das Abkommen zu verlassen. Der Iran hat jedoch mehrfach betont, dass er nicht zu einer Nachverhandlung des Abkommens von 2016 bereit ist.

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Trump muss bis zum 12. Mai entscheiden, ob von den USA ausgesetzte Sanktionen gegen den Iran außer Kraft bleiben. Dies wird de facto auch als Entscheidung über den Verbleib der USA in dem Abkommen angesehen. Pompeo nannte den Iran in Riad den „größten Terrorsponsor in der Welt“. Das Land destabilisiere die Region durch seine Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der Huhti-Rebellen im Jemen oder durch Cyberangriffe. „Wir werden den riesigen Umfang des iranischen Terrorismus nicht ignorieren.“

Al-Dschubair betonte die Unterstützung Saudi-Arabiens für die Iran-Politik der USA. Er forderte Sanktionen gegen Teheran, weil es sich in die Angelegenheiten anderer Länder einmischte. Riad betrachtet den Iran als seinen Erzfeind.

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