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In- und Ausland

Prozess nach Kohlenmonoxid-Tod von sechs Teenagern beginnt

Prozesse

Mittwoch, 18. Oktober 2017 - 07:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Würzburg. Einem Vater wird nach dem Tod von sechs Teenagern in seiner Gartenlaube der Prozess gemacht. Die 18- und 19-Jährigen starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil ein Gerät falsch aufgestellt war. Unter den Opfern waren auch zwei seiner Kinder.

Ein Polizist steht am 30. Januar 2017 vor der abgesperrten Zufahrt zu dem privaten Grundstück in der Nähe von Arnstein. Foto: Daniel Karmann

Nach dem tragischen Tod von sechs Teenagern in einer Gartenlaube im unterfränkischen Arnstein beginnt heute der Prozess gegen den Vater zweier Opfer.

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Er muss sich wegen fahrlässiger Tötung in sechs Fällen vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Dem Vater gehört die Gartenlaube im Landkreis Main-Spessart, in der die jungen Leute bei einer Geburtstagsfeier Ende Januar an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben waren.

Ein in einem Nebenraum des Häuschens aufgestellter Stromgenerator hatte das giftige Gas ausgestoßen. Das benzinbetriebene Gerät ist allerdings nicht für Innenräume zugelassen.

Der Vater habe in nicht nachvollziehbarer Nachlässigkeit die Warnhinweise missachtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann vor. Zudem habe er äußerst unfachmännisch versucht, die zu erwartenden Abgase mit einer wackeligen Konstruktion nach außen zu leiten.

Diese war jedoch - vermutlich im Laufe des Abends - zu Boden gefallen. Deshalb konnten sich die Abgase ungehindert in der Hütte verteilen. Das tückische an dem tödlichen Gas ist, dass es weder gerochen noch geschmeckt werden kann.

Der Vater selbst fand die 18 und 19 Jahre alten Opfer am folgenden Morgen in der abgelegenen Laube, darunter seine Tochter und seinen Sohn. Die Tochter war zwei Tage zuvor 18 Jahre alt geworden.

Es sind bislang insgesamt drei Prozesstage angesetzt. Der Strafrahmen für fahrlässige Tötung beginnt bei einer Geldstrafe und endet bei einer fünfjährigen Haftstrafe.


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