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In- und Ausland

RKI sieht „wirklich gutes Zwischenergebnis“

Gesundheit

Freitag, 17. April 2020 - 11:30 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht ermutigendende Tendenzen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. RKI-Präsident Lothar Wieler sprach am Freitag in Berlin von einem „wirklich guten Zwischenergebnis“.

RKI-Präsident Lothar H. Wieler (L) und Gesundheitsminister Jens Spahn während der Pressekonferenz in Berlin. Foto: John Macdougall/AFP-Pool/dpa


So habe es in dieser Woche einen deutlich geringeren Anstieg der Fallzahlen gegeben. Ein Infizierter stecke 0,7 weitere an. Gleichwohl meldeten die Gesundheitsämter bundesweit immer noch mehr als 3000 Fälle pro Tag.

Zudem erkranke immer mehr Personal in medizinischen Einrichtungen. Die Zahl sei um sechs Prozent gestiegen gegenüber der Vorwoche. Betroffenes Personal in medizinischen Einrichtungen mache inzwischen einen Anteil von fünf Prozent aller gemeldeten Fälle aus.


In dieser Woche habe es auch den bislang größten Anstieg bei den Todesfällen gegeben, sagte Wieler. Am Donnerstag seien 315 Tote an das RKI gemeldet worden. Die Todesfälle machten 2,9 Prozent aller bekannten Fälle aus.


Bei den Behandlungskapazitäten gibt es Wieler zufolge derzeit keine Engpässe. Stand Mitternacht seien insgesamt rund 134.000 Infektionen bekannt gewesen, 3380 mehr als am Vortag, sowie 3868 Todesfälle. Mehr als 81.000 Menschen seien genesen.


In den letzten Wochen habe es 1,73 Millionen Tests gegeben. Die Labore in Deutschland könnten mittlerweile 730.000 Tests pro Woche durchführen. 9 Prozent lieferten positive Ergebnisse. Wieler folgerte daraus, dass die Tests gezielter eingesetzt werden könnten.


Auch nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind die bisherigen Maßnahmen erfolgreich gewesen. „Der Ausbruch ist - Stand heute - wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden“, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Mitte März habe es im Ausbruchsgeschehen eine sehr starke Dynamik gegeben. Daher hätten sich Bund und Länder zu einer „Vollbremsung“ entschieden.


„Nun können wir sagen, das war erfolgreich. Wir haben es geschafft, das dynamische Wachstum zurückzubringen zu einem linearen Wachstum. Die Infektionszahlen sind deutlich gesunken, vor allem auch die relativen Steigerungen von Tag zu Tag“, sagte Spahn. Ermutigend sei auch, dass seit dem 12. April täglich mehr Menschen genesen, als es neue Infizierte gebe.

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