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Ramelow fühlt sich von „Querdenken“ bedroht

Regierung

Donnerstag, 5. November 2020 - 11:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Erfurt. Bodo Ramelows Adresse soll unter Corona-Gegner verbreitet und eine Grabkerze vor seinem Wohnhaus abgestellt worden sein. Der Linken-Politiker lässt eine Anzeige prüfen.

Bodo Ramelow will gegen Bedrohungen juristisch vorgehen. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-Zentralbild/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige prüfen, weil Unbekannte eine Grabkerze und einen Aufruf zu einer Demonstration der Bewegung „Querdenken“ in Leipzig vor sein Wohnhaus gelegt haben.

Zuvor sei seine Wohnadresse in einer „Querdenken“-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen. Die „Querdenken“-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

„Ja, ich fühle mich auch bedroht“, sagte der Regierungschef am Rande einer Messe für Produkte zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Vorfall mache ihn außerdem traurig, weil in dem Mehrfamilienhaus auch eine Familie mit kleinen Kindern wohne. „Jetzt lernen wir, dass die Privatsphäre von politisch Verantwortlichen nicht mehr geachtet wird.“ Sein Name stehe nicht an dem Wohnhaus. Seiner Ansicht nach wolle „Querdenken“ Angst machen, sagte Ramelow.

© dpa-infocom, dpa:201105-99-220084/2

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