In- und Ausland

Ramelow will gesamtdeutsche Debatte zu Rechtsextremismus

Regierung

Donnerstag, 3. Juni 2021 - 07:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt gibt es angesichts der guten Umfragewerte für die AfD wieder Debatten über rechte Tendenzen in Ostdeutschland. Bodo Ramelow hält das für wenig zielführend.

Bodo Ramelow im Gespräch mit Journalisten. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archiv

In der jüngsten Diskussion um Rechtsextremismus in Ostdeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow eine gesamtdeutsche Debatte gefordert. „Man kann sich im Westen nicht zurücklehnen und sagen: Die Ostdeutschen wählen doof“, sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es gebe da aber ein Thema, „davor kann man sich nicht drücken“. So habe bereits der erste sogenannte Thüringen-Monitor vor 20 Jahren „sichtbar gemacht, dass 25 Prozent der Befragten eine gewisse Diktatur-Affinität hatten“. Dieser Wert habe sich seither kaum verändert.

Rechtsextremistische Tendenzen habe es vor und nach 1989 im Westen ebenfalls immer wieder gegeben, so in Bayern oder Baden-Württemberg. Man dürfe beides „nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Ramelow.

© dpa-infocom, dpa:210603-99-843404/7

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