In- und Ausland

Rechter „Frauenmarsch“ in Berlin nach Blockaden beendet

Demonstrationen

Samstag, 17. Februar 2018 - 19:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Nach massiven Blockaden ist ein rechter „Frauenmarsch zum Kanzleramt“ in Berlin von den Veranstaltern offiziell für beendet erklärt worden. Rund 900 Gegendemonstranten hatten nach Angaben der Polizei den Marsch am Samstagnachmittag auf der Friedrichstraße für mehrere Stunden blockiert.

Am „Frauenmarsch“ nahmen laut Polizei etwa 500 Menschen teil - um die 1000 stellten sich ihnen entgegen. Foto: Stefan Jaitner

Die Polizei ging am frühen Abend davon aus, dass Teilnehmer des „Frauenmarsches“ versuchen könnten, in kleineren Gruppen zum Kanzleramt zu gelangen. Sie bezeichnete die Lage als „logistische und sicherheitsmäßige Herausforderung“.

Der Polizei zufolge nahmen an dem von AfD-Mitglied Leyla Bilge angemeldeten „Frauenmarsch“ rund 500 Menschen teil. Die Polizei stand am Nachmittag mit gepanzerten Einheiten zwischen den beiden Gruppen. Auf Videos im Internet waren Rangeleien und Wortgefechte zwischen Gegendemonstranten und Polizisten zu sehen.

Gegen 18.30 Uhr hatten sich beide Demonstrationen auf Höhe des Checkpoints Charlie weitgehend aufgelöst. Anmelderin Bilge wollte mit dem „Frauenmarsch“ nach eigenen Angaben für Frauenrechte demonstrieren. „Wir sind hier in Deutschland im 21. Jahrhundert, es darf keinen Rückfall ins Mittelalter und schleichenden Einführung der Scharia geben“, hieß es auf der Facebook-Seite des Marsches. Die Gegendemonstranten warfen den Initiatoren Rassismus unter dem Deckmantel des Feminismus vor.

Macht sich sein eigenes Bild: Pegida-Gründer Lutz Bachmann beim „Frauenmarsch“. Foto: Stefan Jaitner

Die Polizei stand beim „Frauenmarsch“ mit gepanzerten Einheiten zwischen den beiden Gruppen. Foto: Stefan Jaitner

Der „Frauenmarsch“ aus dem AfD-Umfeld auf der Berliner Friedrichstraße. Foto: Stefan Jaitner


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.