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In- und Ausland

Reederei Hapag-Lloyd senkt Prognose

Schifffahrt

Freitag, 29. Juni 2018 - 14:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Hamburg. Der steigende Ölpreis treibt die Kosten in der Schifffahrt hoch. Was im harten Wettbewerb nicht an die Kunden weitergegeben werden kann, drückt bei den Reedereien den Gewinn.

Container der Hapag-Lloyd auf dem Schiff „Hamburg Express“. Foto: Angelika Warmuth

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd muss bei ihrer Prognose zurückrudern. Höhere Treibstoffkosten durch die in diesem Jahr stark gestiegenen Ölpreise und ein Anstieg der Charterraten aufgrund der stärkeren Nachfrage nach Schiffen lassen die Kosten in die Höhe schnellen.

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Dies war laut Hapag-Lloyd so nicht vorhersehbar. Unsicherheit bestehe auch in Bezug auf die Entwicklung der Frachtraten, teilte das SDax-Unternehmen am Freitag in Hamburg mit.

Hapag-Lloyd zufolge könnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in diesem Jahr schlimmstenfalls auf 200 Millionen Euro fallen. Das käme einer Halbierung der im Vorjahr erzielten 411 Millionen Euro gleich. Im günstigsten Fall könnte das Ebit aber auch auf 450 Millionen Euro steigen. Bislang war die Reederei von einem „deutlichen“ Anstieg ausgegangen.

Die weiten Spannen bei der Prognose erklärte ein Sprecher mit den Schwankungen im Schifffahrtgeschäft, das sich stark an der konjunkturellen Entwicklung orientiere. So sind die Ölpreise beispielsweise seit Jahresbeginn um rund ein Fünftel gestiegen, was wiederum den Treibstoff verteuert. Die bislang eingeleiteten Sparmaßnahmen reichen dem Konzern zufolge nicht aus, um dem wachsenden Kostendruck Herr zu werden.

An der Börse sorgte die Nachricht für einen Kurseinbruch. Für die Aktie ging es zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent nach unten, zuletzt lag das Papier gut 12 Prozent im Minus. Tags zuvor war auch der Lichtspezialist Osram für eine Gewinnwarnung vergleichbar abgestraft worden.

Hapag-Lloyd muss sich schon seit längerem mit dem Preiskampf in der Branche und einem herausfordernden Umfeld auseinander setzen. 2017 hatte das Unternehmen, dass sich mit der arabischen Reederei UASC zusammengeschlossen hat, nach zuvor roten Zahlen unter dem Strich wieder Gewinn gemacht. Auch das erste Quartal verlief besser als von Experten erwartet. Der Konzern hatte damals vor allem Hoffnung auf weitere Verbesserungen in der zweiten Jahreshälfte gemacht.

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