In- und Ausland

Regierung will Warenvernichtung erschweren

Handel

Freitag, 20. Dezember 2019 - 12:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Bundesregierung will, dass die Produktion von Waren sich stärker an der Nachfrage ausrichtet. Dadurch werden nicht so viele Produkte weggeschmissen, die eigentlich noch gut verwendbar sind.

Dieses Paket mit dem Wort "Retoure" versehen wird an einen Online-Versandhändler zurückgeschickt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Bundesregierung will die Vernichtung von unbenutzten und an Händler zurückgeschickten Waren erschweren.

Dazu ist eine Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes geplant, wie Sprecher des Umwelt- sowie des Wirtschaftsministeriums in Berlin sagten.

Zuvor hatte der NDR berichtet, die Regierung wolle im kommenden Jahr eine sogenannte Obhutspflicht für den Umgang mit Retouren und nicht verkaufter Neuware einführen.

Verbraucher in Deutschland bestellen immer mehr im Internet - jedes sechste Paket aber wird wieder zurückgeschickt, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel vor kurzem mitgeteilt hatte.

Der Sprecher von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte, viele Waren würden vernichtet, obwohl sie noch funktionsfähig seien. Die Ministerin habe deshalb eine Obhutspflicht auf den Weg gebracht. Dazu liefen noch Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung. Eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, man sei in guten Gesprächen.

Eine Obhutspflicht soll laut NDR Händler dazu anhalten, die Produktion stärker an der Nachfrage auszurichten. Transport und Aufbewahrung neuer Waren soll demnach so gestaltet werden, dass die Produkte länger nutzbar bleiben. Vernichtung solle zum letzten Mittel werden. Zudem sollten Händler zu mehr Transparenz gezwungen werden, was die Vernichtung von unbenutzter Ware angehe.


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