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In- und Ausland

Reisekonzern Tui sieht sich auf Kurs

Tourismus

Mittwoch, 9. Mai 2018 - 10:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Hamburg/Hannover. Ein nagelneues Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen dient dem Tourismus-Konzerns als Kulisse für die aktuellen Geschäftszahlen. Kreuzfahrten sind ein Erfolgsprodukt für den Branchenprimus, aber nicht das einzige.

Tui-Vorstandschef Fritz Joussen sieht den Konzern im Plan. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Die Urlaubslust der Europäer hält den weltgrößten Reisekonzern Tui auf Kurs. Nach einem verringerten Verlust im traditionell schwachen Winterhalbjahr sieht Vorstandschef Fritz Joussen den Konzern im Plan.

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„Unser Wachstum geht weiter, sämtliche Trends sind intakt, und die sehr guten Buchungen für den Sommer 2018 entsprechen voll unseren Erwartungen“, sagte er am Mittwoch in Hamburg. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebita) soll im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September währungskursbereinigt um mindestens 10 Prozent steigen.

Im Winterhalbjahr bis Ende März steigerte Tui den Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Der saisontypische operative Verlust verringerte sich um 26 Prozent auf knapp 159 Millionen Euro. Unter dem Strich drückte der Konzern das Minus um ein Viertel auf rund 271 Millionen Euro. Reiseveranstalter schreiben im Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

„Die Prognosen für Kreuzfahrten sind hervorragend“, sagte Joussen. „Wir stehen erst am Anfang dieses Trends.“ Die Kreuzfahrt-Töchter des Tui-Konzerns erhalten 2018, 2019 und 2023 weitere neue Schiffe, um ihre Position im Markt auszubauen. Aufsichtsrat und Vorstand hätten grünes Licht für den Bau eines dritten Expeditionsschiffes für Hapag-Lloyd Cruises gegeben. Ein weiterer Investitions- und Wachstumsschwerpunkt seien die Hotelgesellschaften. Das eigene Hotelportfolio von derzeit über 380 Hotels werde ausgebaut.

Zudem wolle Tui sich stärker an der eigenen Flugzeugflotte beteiligen und rund die Hälfte der Maschinen in eigenem Besitz halten. Bislang ist es rund ein Viertel. Die guten Gewinne erlaubten dieses Investment, das den Konzern flexibler und unabhängiger mache.

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