In- und Ausland

Rekordfunde von Kokain: Etwa zehn Verdächtige festgenommen

Kriminalität

Donnerstag, 21. April 2022 - 12:13 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Am Mittwoch wurden bei Durchsuchungen fünf Männer in Antwerpen festgenommen, wie die belgische Staatsanwaltschaft mitteilte. Es habe auch rund 40 Hausdurchsuchungen in Deutschland und den Niederlanden gegeben.

Ein Zollbeamter in Hamburg zeigt Kokain: Mehr als 16 Tonnen wurden in fünf Containern aus Paraguay unter Blechdosen mit Spachtelmasse sichergestellt. Foto: Bodo Marks/dpa

Bei einem internationalen Einsatz gegen Drogenschmuggler sind in Deutschland, Belgien und den Niederlanden ungefähr zehn Verdächtige festgenommen worden.

Die Zugriffe stehen im Zusammenhang mit Funden von insgesamt 35 Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von über 900 Millionen Euro im vergangenen Jahr, wie die belgische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Eine große Kokainmenge wurde dabei in Hamburg entdeckt, wie es hieß.

Demnach wurden am Vortag bei den großangelegten Durchsuchungen fünf Männer in Antwerpen festgenommen. Zudem habe es rund 40 Hausdurchsuchungen in Deutschland und den Niederlanden gegeben, die mit derselben Organisation in Verbindung gebracht würden.

Die Ermittlungen stehen den Angaben zufolge im Zusammenhang mit mehreren Rekordfunden von Kokain, unter anderem einer Lieferung von 16 Tonnen, die am 12. Februar 2021 in Hamburg beschlagnahmt wurde. Kurz darauf seien in Antwerpen erst 7,7 Tonnen Kokain gefunden worden und Anfang April vergangenen Jahres 10,9 Tonnen, wie es hieß.

Insgesamt belaufen sich die Funde, die der Staatsanwaltschaft zufolge auf dieselbe Organisation zurückzuführen sind, auf fast 35 Tonnen mit einem Straßenverkaufswert von 910 Millionen Euro.

Durch die Entschlüsselung von Nachrichten im Messengerdienst Sky ECC seien die Behörden dem internationalen Drogenschmuggel auf die Spur gekommen, hieß es. Die Container, die dadurch im Hafen von Antwerpen abgefangen werden konnten, kamen den Angaben zufolge aus Paraguay. Die Staatsanwaltschaft schrieb, dass die Hauptverantwortlichen der Organisation möglicherweise in Dubai lebten.

© dpa-infocom, dpa:220421-99-988488/2

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