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Röttgen: CDU-Sonderparteitag „besser noch im Mai“

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Donnerstag, 20. Februar 2020 - 04:09 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. In der Debatte über den CDU-Vorsitz pocht der Bewerber Norbert Röttgen auf eine rasche Klärung. „Es sollte einen Sonderparteitag deutlich vor der Sommerpause geben, spätestens im Juni, besser noch im Mai“, sagte der Außenpolitiker und frühere Bundesumweltminister der „Rheinischen Post“.

„Ich war schon immer und bin auch jetzt für eine Mitgliederbefragung, und die ist auch möglich, ohne dass sich die Entscheidung weit hinausschiebt“, sagt Röttgen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Zugleich bekräftigte er seine Forderung nach einem Mitgliederentscheid. „Ich war schon immer und bin auch jetzt für eine Mitgliederbefragung, und die ist auch möglich, ohne dass sich die Entscheidung weit hinausschiebt.“ Röttgen betonte zugleich: „Es kann den Vorsitz nicht ohne den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur geben.“

Eine Mitgliederbefragung zum künftigen CDU-Vorsitz könnte zu einer Kampfabstimmung und damit zu einer Zerreißprobe für die Partei führen. Führende CDU-Mitglieder wollen eine Kampfkandidatur um den Vorsitz unbedingt vermeiden und favorisieren weiter eine Teamlösung. Röttgen steht dem skeptisch gegenüber. Wie genau eine Teamlösung aussehen könnte, ist noch nicht klar. Allerdings soll es nach dem Willen der CDU-Führung keine Doppelspitze aus Frau und Mann wie etwa bei SPD und Grünen geben.

Bisher hat nur Röttgen offiziell und öffentlich seine Kandidatur angekündigt. Die als aussichtsreich geltenden möglichen Mitbewerber, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben noch nicht öffentlich erklärt, ob sie kandidieren.


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