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In- und Ausland

Russland: Solidarität mit mutmaßlichen Vater-Mörderinnen

Kriminalität

Montag, 22. Juli 2019 - 09:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Moskau. Weil drei Schwestern ihren Vater nach jahrelangem Missbrauch getötet haben sollen, solidarisieren sich in Russland immer mehr Menschen mit den jungen Frauen.

Kristina, eine der drei wegen des Mordes an ihrem Vater angeklagten Schwestern. Foto: Stanislav Krasilnikov/TASS

Oppositionelle, Menschenrechtler und russische TV-Stars unterstützen die drei jungen Moskauerinnen, denen wegen mutmaßlichen Mordes bis zu 20 Jahre Haft drohen. Am kommenden Samstag (27. Juli), am Jahrestag der Tat, ist in der russischen Hauptstadt eine Protestaktion im Stadtzentrum geplant.

Die Verteidiger der Schwestern wollen erreichen, dass der Fall als Notwehr behandelt wird. Die Frauen waren mehrere Jahre lang von ihrem Vater wie Sklavinnen behandelt, geschlagen und auch sexuell missbraucht worden.

Ende Juli 2018 stachen die Schwestern auf ihren Vater ein, der daraufhin starb. Der Fall sorgte für landesweite Schlagzeilen. Unterstützer forderten daraufhin, dass der Staat ein umstrittenes Gesetz zur häuslichen Gewalt neu diskutiert.

Seit 2017 ist häusliche Gewalt nur strafbar, wenn das Opfer sichtbare Schäden erleidet oder häufiger als einmal im Jahr verprügelt wird. Gewalttaten in der Familie werden sonst nur als Ordnungswidrigkeit behandelt.

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