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Russland erinnert an Opfer der Leningrader Blockade

Geschichte

Sonntag, 27. Januar 2019 - 06:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa St. Petersburg. Zum 75. Jahrestag des Endes der Leningrader Blockade durch die deutsche Wehrmacht will Russland mit einer großen Militärparade der Toten gedenken. Mehr als eine Million Menschen - ein Drittel der damaligen Bevölkerung - starb während der 900 Tage andauernden Einkesselung.

900 Tage lang versuchte die Wehrmacht, die sowjetische Stadt Leningrad auszuhungern. Foto: Dmitri Lovetsky/AP

Bei der Militärparade werden rund 2500 Soldaten der russischen Armee vor dem ehemaligen Zarenpalast in der Ostsee-Metropole St. Petersburg (früher Leningrad) aufmarschieren. Das Militär werde auch das moderne Luftabwehrsystem S-400 präsentieren, meldete die Agentur Tass im Vorfeld.

Am Gedenkfriedhof Piskarjowskoje im Norden der Stadt wird es ein stilles Gedenken geben: Veteranen wollen dort Blumen niederlegen und Kerzen anzünden. Hunderttausende Menschen sind auf dem Friedhof begraben, die die Blockade der Stadt nicht überlebt hatten.

Auf Befehl Adolf Hitlers sollte die Stadt der Oktoberrevolution ab September 1941 durch systematisches Aushungern ihrer Bewohner ausgelöscht werden. Die Menschen starben an Hunger, Kälte und Krankheit sowie durch Granatenbeschuss. Am 27. Januar 1944 vertrieb die Rote Armee die Wehrmachtssoldaten aus den letzten Stellungen vor der Stadt.


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