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In- und Ausland

Salvini will weitere Rettungsschiffe abweisen

Migration

Samstag, 16. Juni 2018 - 10:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Rom. Italiens Innenminister Matteo Salvini will zwei Rettungsschiffen deutscher Helfer die Einfahrt in italienische Häfen verweigern.

Das Rettungsschiff „Seefuchs“ der Regensburger Organisation Sea-Eye im Mittelmeer. Foto: sea-eye.org

Das Verbot gelte für zwei unter niederländischer Flagge operierende Schiffe, schrieb Salvini am Samstag auf Facebook. Die Schiffe „Seefuchs“ und „Lifeline“ werden von den deutschen Nichtregierungsorganisationen Sea-Eye und Mission Lifeline genutzt.

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„Diese Leute sollten wissen, dass Italien nicht länger diesem illegale Einwanderungsgeschäft Beihilfe leisten will, also werden sie sich andere (nicht-Italienische) Häfen zum Ansteuern suchen müssen.“ Die beiden NGOs hätten ihre Schiffe in der Nähe der libyschen Küste stationiert, um viele Menschen aufzunehmen, die auf See von Menschenschmugglern ausgesetzt worden seien, schrieb Salvini weiter.

Salvini will vor allem gegen private Seenotretter vorgehen. Die neue italienische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und fremdenfeindlicher Lega hatte dem Rettungsschiff „Aquarius“ von der Hilfsorganisation SOS Méditerranée keine Erlaubnis gegeben, mit mehr als 600 Migranten in einen italienischen Hafen einzufahren. Das Schiff ist nun unterwegs ins 1500 Kilometer entfernte Spanien und soll am Sonntag im Hafen von Valencia eintreffen.

Im Mittelmeer besteigen Migranten ein Schlauchboot des Rettungsschiffs „Aquarius“. Foto: Kenny Karpov/MSF/SOS Mediterranee

Vor der Küste Libyens bringen Matrosen des US-Marineschiffes „Trenton“ Migranten in Sicherheit. Foto: Jonathan Nelson/U.S. Navy

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