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In- und Ausland

Scheuer setzt Frist für Entwicklung neuer Abgas-Software

Auto

Dienstag, 1. Mai 2018 - 11:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drängt die Autobauer zu Tempo beim Umrüsten älterer Diesel mit besserer Abgas-Software.

Ein Kfz-Meister lädt in einer Werkstatt ein Software-Update für das Steuergerät der Motorelektronik auf einen VW Amarok. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol

„Sie müssen bis 1. September die Software-Entwicklung für die Updates abgeschlossen haben“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Danach könne das Kraftfahrt-Bundesamt alle Updates prüfen und freigeben. Nur so sei die Zusage zu erreichen, bis Jahresende 5,3 Millionen Autos umgerüstet zu haben. Darunter sind 2,5 Millionen Wagen von VW, aus denen ohnehin eine illegale Abgas-Software entfernt werden muss.

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Der genaue Fortschritt der Umrüstungen, die die Branche beim Dieselgipfel mit Bund und Ländern im August 2017 zusätzlich zugesagt hat, ist unklar. Laut Ministerium erhielten bisher insgesamt „ungefähr 2,7 Millionen Fahrzeuge“ eine neue Software, wie die Zeitung berichtete.

Technische Umbauten an Motoren älterer Diesel, wie sie auch der Koalitionspartner SPD verlangt, lehnt Scheuer weiter ab. Dies sei nicht nur „eine Investition in die Vergangenheit, sondern braucht auch unglaublich lange Zeit, nämlich eineinhalb bis drei Jahre“, sagte der Minister der Zeitung. Dem Bericht zufolge geht dies auch aus einer neuen Studie im Auftrag des Ministeriums hervor.

Darin untersuchten fünf Hochschulprofessoren zehn Diesel-Modelle auf die Umsetzbarkeit von Hardware-Nachrüstungen. Diese sei demnach möglich und führte auch zu einer deutlichen Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes (NOx). Bei Fahrzeugherstellern verfügbare Nachrüstprogramme kosteten 5000 Euro inklusive Einbau und hätten eine Entwicklungszeit von ein bis eineinhalb Jahren. Bei neu zu entwickelnden Lösungen läge die Zeit bei drei Jahren.

In einem anderen Gutachten für das Ministerium schreibt Georg Wachtmeister von der Technischen Universität München, Umbauten an Motoren von Euro-5-Fahrzeugen seien „mit verträglichem Aufwand möglich“. Genannt werden Kosten von rund 3000 Euro pro Auto.

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