In- und Ausland

Schnee und Glätte treffen Berufsverkehr

Verkehr

Mittwoch, 17. Januar 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf/Berlin. Winterliche Straßenverhältnisse machen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern in vielen Teilen Deutschlands zu schaffen. Stürmisch wird es auch: Für Donnerstag werden die stärksten Böen von Sturmtief „Friederike“ erwartet - die Bahn warnt die Fahrgäste schon mal.

Ein mit Gurken beladener LKW war auf der A9 bei Schleiz bei schneeglatter Fahrbahn von der Fahrbahn abgekommen und 30 Meter einen Hang herab gestürtzt. Der Fahrer blieb unverletzt. Foto: Bodo Schackow

Schnee, Regen und Eisglätte haben den Berufsverkehr in vielen Teilen Deutschlands getroffen. Autofahrer vor allem im Norden, Westen und in der Mitte Deutschlands kamen am Mittwoch ins Rutschen, Lastwagen kippten um, Autobahnen wurden zeitweise gesperrt.

Für den Donnerstag warnt der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen sowie Gewittern. In höheren Lagen kann Tief „Friederike“ auch Orkanstärke erreichen.

In Thüringen stürzte am Morgen auf der A9 bei Schleiz ein mit Gurken beladener LKW bei Schneeglätte auf ein 30 Meter entferntes Feld neben der Fahrbahn - der Fahrer blieb unverletzt. In Nordrhein-Westfalen musste etwa die Autobahn 2 zwischen Herford und Vlotho in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden. Grund war laut Polizei ein Glätteunfall mit einem Lastwagen, dessen Anhänger zwei Spuren blockierte. Der Fahrer kam mit Verletzungen in eine Klinik.

Auf der A623 in Rheinland-Pfalz kippte nahe dem Autobahndreieck Friedrichsthal ein Lebensmittellaster um. Weil der 18-Tonner die Fahrbahn blockierte, wurde die Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Auch in Hessen behinderte winterliches Wetter den Verkehr. Auf der Autobahn 7 gab es bei Kassel-Nord Beeinträchtigungen in beide Richtungen wegen Schneeglätte. Auch dort blockierten Lastwagen die Fahrbahnen.

Auf glatten Straßen in Niedersachsen gab es zahlreiche nächtliche Unfälle. In Salzbergen im Emsland kippte am Morgen der Anhänger eines Transporters mit 100 Schweinen um. Mindestens 18 Tiere verendeten.

Im nördlichen Schleswig-Holstein berichtete die Feuerwehr von einigen Glätteunfällen, bei denen es auch Verletzte gab. Auf der Autobahn 23 bei Itzehoe seien am Morgen drei Autos von der Fahrbahn abgekommen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mensch wurde verletzt.

Laut Deutschem Wetterdienst ist am Mittwoch in der Südwesthälfte mit Sturmböen, auf Bergen auch mit Orkanböen zu rechnen. Es kann regnen, graupeln oder Schneeschauer geben - bei wechselnder bis starker Bewölkung. In den Mittelgebirgen werden 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, in den Alpen oberhalb von 1200 Metern sogar ein halber bis ein Meter.

Am Donnerstag soll es besonders ungemütlich werden - dann soll sich Sturmtief „Friederike“ voll auswirken. Der DWD im Südwesten etwa rechnet für das Bergland mit bis zu 120 Stundenkilometer schnellen Orkanböen.

Die Deutsche Bahn warnte ihre Fahrgäste im Internet vor möglichen Einschränkungen im Südwesten wegen möglicher orkanartiger Stürme am Mittwoch und Donnerstag: „Aus Sicherheitsgründen behalten wir uns die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit unserer Züge und im Einzelfall auch die Einstellung des Bahnbetriebs vor.“


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