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Sea-Watch rettet dritten Tag in Folge Migranten aus Seenot

Hilfsorganisationen

Sonntag, 28. Februar 2021 - 17:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Rom. Die deutsche Seenotrettungsrrganisation Sea-Watch ist mit ihrem Schiff „Sea-Watch 3“ seit einigen Tagen wieder auf dem Mittelmeer im Einsatz. Sie hat bereits mehrere Hundert Menschen an Bord genommen.

Das Archivfoto zeigt die „Sea-Watch 3“ auf dem Mittelmeer vor Libyen. Foto: --/Sea Watch e.V./dpa

Den dritten Tag in Folge hat Sea-Watch Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. 73 Menschen, darunter 16 Frauen und Kinder, seien am Sonntagmorgen an Bord der „Sea-Watch 3“ genommen worden, teilte die Organisation mit Sitz in Berlin per Twitter mit.

Am Nachmittag berichtete die Crew von einem vierten Einsatz, bei dem 97 Menschen auf das Schiff geholt wurden. In den vorangegangenen beiden Tagen hatten die ehrenamtlichen Helfer insgesamt rund 145 Menschen aufgenommen. Viele waren entkräftet und wurden nach Angaben von Sea-Watch medizinisch versorgt. Unter den Geretteten seien auch unbegleitete Minderjährige, hieß es weiter. Bei der Rettung am Samstag eilte die „Sea-Watch 3“ zu Hilfe, nachdem das Schlauchboot der Flüchtlinge Luft verloren hatte.

Damit befinden sich insgesamt knapp 320 Migranten an Bord des Schiffs. Vor etwas mehr als einer Woche hatte die „Sea-Watch 3“ nach sieben Monaten „Zwangspause“ den Hafen der spanischen Stadt Burriana verlassen, wie die Organisation damals mitgeteilt hatte. Am Donnerstag war die Crew im anvisierten Suchgebiet rund 30 Seemeilen vor der Küste Libyens angekommen.

Am Sonntag berichtete die Internationale Organisation für Migration, dass 15 Menschen auf dem Meer ihr Leben verloren hätten. Sie berief sich dabei auf Aussagen Überlebender, die von der libyschen Küstenwache zurück an Land gebracht worden waren. Den UN-Angaben zufolge starben in diesem Jahr damit mehr als 170 Menschen im zentralen Mittelmeer. Laut italienischem Innenministerium kamen 2021 bislang rund 4500 Bootsmigranten in Italien an. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es circa 2350. Italien ist oft das Ziel der Menschen, die von der Küste Libyens aus ablegen. Das nordafrikanische Land ist ein Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-629985/2

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