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In- und Ausland

Spahn: „Eher noch drei bis vier Wochen“ für Corona-App

Gesundheit

Freitag, 17. April 2020 - 09:50 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Bis die geplante Handy-App zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland eingesetzt werden kann, dürfte es nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch mehrere Wochen dauern. „Das wird entwickelt, mit Hochdruck“, sagte der CDU-Politiker im ARD-„Morgenmagazin“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage bei der Bekämpfung des Coronavirus. Foto: Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

„Aber die Wahrheit ist auch: Damit's wirklich gut ist, braucht es halt eher noch drei bis vier Wochen als noch zwei Wochen.“ Spahn betonte: „Es geht ja darum, dass wir bei der Datensicherheit, beim Datenschutz und auch bei dem dahinterliegenden Konzept natürlich so perfekt wie möglich sein müssen. Das muss den Anforderungen genügen, die wir auch ansonsten an eine solche Technologie stellen.“

Eine solche App ist seit Wochen im Gespräch. Es geht darum, Menschen schnell zu informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Die Nutzung soll freiwillig sein. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte am Mittwoch gesagt, die App werde derzeit vom Robert Koch-Institut getestet.

„Es ist ganz ganz wichtig, dass wir wenn jemand positiv getestet ist auf Corona, ganz schnell Kontakte nachverfolgen können der letzten Tage, informieren können und auch bitten können, auffordern können, zu Hause zu bleiben“, sagte Spahn. „Das muss im Moment händisch gemacht werden, per Telefon, durch Aufsuchen durch die Gesundheitsämter. Und eine solche App könnte das natürlich deutlich erleichtern.“

Die Krankenhäuser in Deutschland könnten nach Aussage von Spahn ab Anfang Mai schrittweise „in einen Regelbetrieb“ zurückkehren. Der CDU-Politiker machte im ARD-„Morgenmagazin“ deutlich, dass dabei „25, 30 Prozent“ der Intensivbeatmungsbetten für Corona-Patienten freigehalten werden sollten.

„Wir haben vor vier Wochen Menschen, die auf eine Rücken-, auf eine Hüftoperation gewartet haben, die einen Termin hatten, gesagt, das wird verschoben“, führte Spahn an. Da sei auch Druck und „durchaus seelisches und körperliches Leid“ mit verbunden.

„Deswegen finde ich es wichtig, so wie wir im öffentlichen Leben schrittweise in eine neue Normalität zurückkehren, dass wir ab Anfang Mai auch schrittweise in den Krankenhäusern eine neue Balance finden. Dass wir 25, 30 Prozent der Intensivbeatmungsbetten freihalten für Covid-19-Patienten, Corona-Infizierte. Dass wir gleichzeitig aber auch wieder in einen Regelbetrieb zurückkehren.“ Denn natürlich brauche jeder mit einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder einer Knieoperation auch seine Behandlung.

Bund und Länder hatten sich Mitte März darauf verständigt, dass alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden sollen, um die Krankenhäuser für Coronapatienten freizuhalten.

Spahn verwies darauf, dass es Mitte März eine sehr starke Dynamik bei der Zahl der Coronavirus-Infektionen gab. „Da waren Maßnahmen, die wir ergriffen haben, aus meiner Sicht auch zur Prävention und zur Vermeidung von Situation wie in anderen Ländern richtig und wichtig.“ Jetzt sehe man: „Wir sind durch diese erste Welle (...) bis hierhin gut durchgekommen. Und jetzt müssen wir eine neue Balance finden.“ Er betonte aber, man müsse weiter gut vorbereitet sein.

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