Start der „Cheops“-Mission zur Erkundung von Exoplaneten

dpa Kourou. Zur Erforschung von Exoplaneten schickt die Europäische Weltraumorganisation (Esa) zusammen mit der Schweiz den Satelliten „Cheops“ (Characterising Exoplanet Satellite) ins All.

Start der „Cheops“-Mission zur Erkundung von Exoplaneten

Der Satellit „Cheops“ wird im europäischen Weltraumbahnhof Kourou zum Startplatz transportiert. Foto: J Durrenberger/ESA/dpa

„Cheops“ startet heute um 09.54 MEZ an Bord einer Sojus-Fregat-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus in den Weltraum.

Die Mission wird sich auf die Analyse von Exoplaneten konzentrieren. Exoplaneten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die andere Sterne umkreisen.

„Cheops“ soll helle Sterne beobachten, von denen bekannt ist, dass sie von Planeten umkreist werden. Dabei soll das Weltraumteleskop zum Beispiel die kleinen Helligkeitsänderungen, die durch den Transit eines Planeten über die Sternscheibe verursacht werden, aufzeichnen, um die Größe des Planeten zu bestimmen. „Cheops“ soll mehrere Hundert Exoplaneten untersuchen, die größer als die Erde und kleiner als der Neptun sind. Der Satellit wird in etwa 700 Kilometern Höhe fliegen und von Spanien aus gesteuert.

Außerdem stellt die Internationale Astronomische Union in Paris neue Namen für Exoplaneten vor - auch Menschen aus Deutschland konnten Vorschläge einreichen. Sie durften sich Namen für den noch unbenannten Stern HD 32518 und seinen Exoplaneten HD 32518b überlegen.