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Steinmeier mahnt bei Staatsakt zügige Hilfe für Flutopfer an

Unwetter

Mittwoch, 1. September 2021 - 18:15 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Nürburg. Bund und Länder haben für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW Milliardenhilfen auf den Weg gebracht. Der Bundespräsident mahnt, dass damit kein Schlussstrich gezogen werden dürfe.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht beim Staatsakt des Landes Rheinland-Pfalz zum Gedenken der Opfer der Flutkatastrophe in der Ring-Arena am Nürburgring. Foto: Thomas Frey/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Staatsakt für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz eine zügige Hilfe angemahnt.

„Sie, die sie so schwer getroffen wurden, Sie brauchen dringend finanzielle Unterstützung, und ich begrüße den umfangreichen Hilfsfonds, den die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat“, sagte er am Mittwoch am Nürburgring. Auch die Länder hätten Gleiches getan. „Die Gelder müssen so schnell wie möglich zu Ihnen kommen, zu denen, die diese Hilfe dringend brauchen.“

Dies reiche aber nicht, betonte Steinmeier in einer Rede. „Sie brauchen unsere Hilfe und unsere Aufmerksamkeit nicht nur jetzt, in der akuten Not, sondern für lange Zeit.“ Das Unheil gehe alle an. „Wir alle müssen uns die Frage stellen, was können wir tun, um auf solche Katastrophen, auf solche Extremwetterlagen besser vorbereitet zu sein“, unterstrich der Bundespräsident.

Für die Betroffenen sei nichts mehr, wie es war. „Ich möchte Ihnen, den Angehörigen und Hinterbliebenen, heute mein tiefes Beileid und meine Anteilnahme aussprechen. Wir, das ganze Land, trauern mit Ihnen“, sagte Steinmeier.

An dem Staatsakt nahmen unter anderem auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sowie Angehörige der Toten und Vermissten, Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte und Bürgermeister der betroffenen Orte teil.

In Rheinland-Pfalz kamen bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli 133 Menschen im besonders betroffenen Ahrtal und ein Mensch im Bereich des Polizeipräsidiums Trier ums Leben.

Der Nürburgring ist laut Staatskanzlei „ein Symbol für Solidarität und Hilfe“ für flutgeschädigte Bürger: Hier sind anfangs die vielen Einsatzkräfte koordiniert und Hallen mit Sachspenden gefüllt worden.

© dpa-infocom, dpa:210901-99-55075/2

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