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In- und Ausland

Studie: Supermärkte hängen Discounter beim Umsatz ab

Einzelhandel

Dienstag, 4. Februar 2020 - 08:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Nürnberg. Die großen Supermarktketten haben im vergangenen Jahr beim Umsatz stärker zugelegt als die Discounter.

Die großen Handelsketten wie Rewe und Edeka haben zuletzt besser abgeschnitten als die Discounter. Foto: Fabian Sommer/dpa

Nach einer aktuellen Marktstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) steigerten Edeka, Rewe und Co ihre Umsätze 2019 um rund 3 Prozent. Die Discounter wie Aldi und Lidl schafften dagegen laut GfK insgesamt nur ein Plus von 0,9 Prozent.

Der Verbraucher verlange inzwischen „neben akzeptablen Preisen auch eine angenehme Einkaufsatmosphäre und ein attraktives Angebot an ökologisch nachhaltigen Produkten“, erklärten die Marktforscher den Trend. Dieses schwierige Spagat gelinge den Supermärkte derzeit besser als den Discountern.

Die Konsumenten kauften laut GfK insgesamt weniger Konsumgüter, griffen aber öfter zu höherwertigen Produkten. Der gesamte Umsatzzuwachs im Lebensmittelhandel 2019 gehe auf diese Entwicklung zurück. Hintergrund seien wohl die wachsenden Reallöhne in Deutschland. Gaben 2009 auf die Frage nach ihrer eigenen finanziellen Situation lediglich 27 Prozent der Haushalte an, sie könnten sich „fast alles leisten“, so sind es inzwischen schon 42 Prozent. Zugleich sank die Zahl der Haushalte, die sich nach eigener Einschätzung „fast nichts mehr leisten“ können, von 26 auf 17 Prozent.

Die Folge: 55 Prozent der Verbraucher achten laut GfK beim Einkauf derzeit vor allem auf die Qualität, nur 45 Prozent schauen vor allem nach dem Preis. Vor zehn Jahren war das Verhältnis noch umgekehrt: Der Preis war den meisten wichtiger als die Qualität. Vor allem den jüngeren Verbrauchern seien Frische, Regionalität, handwerkliche Herstellung und die Unterstützung kleinerer Produzenten ein Anliegen, berichteten die Marktforscher. Noch stärker als die Supermärkte wuchsen allerdings 2019 die Drogeriemärkte, die sogar ein Umsatzplus von 4,6 Prozent schafften. Dies sei auch darauf zurückführen, dass sie ihren Preiskrieg beigelegt hätten, stellte die GfK fest.

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