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In- und Ausland

Studie über Unfälle zwischen Lastwagen und Fußgängern

Forschung

Donnerstag, 7. November 2019 - 08:48 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Der tote Winkel rechts neben einem Bus oder Lastwagen hat schon viele Radfahrer und Fußgänger das Leben gekostet. Unfallforscher haben genauer auf die Unfälle mit Passanten hingeschaut.

Ein zerstörtes Fahrrad unter den Hinterrädern eines Lkw. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Unfällen zwischen schweren Lastwagen und Fußgängern beschäftigt sich eine Studie der Unfallforscher der Versicherer (UDV), die heute in Münster vorgestellt wird.

Die Autoren analysierten die Unfallzahlen der vergangenen Jahre. Sie prüften, wie der typische Verlauf ist - und wann und warum ein Unfall tödlich endet. Mit Hilfe eines simulierten Unfalls (Crashtest) zeigt der UDV, was passiert, wenn ein Lkw einen Fußgänger selbst bei geringer Geschwindigkeit trifft.

Vor Jahren haben die UDV-Experten Unfälle zwischen schweren Lastwagen und Radfahrern analysiert. Das Ergebnis: Besonders oft gab es tödliche Unfälle bei rechtsabbiegenden Lkw. Heute bietet die Industrie daher Abbiegeassistenten an, die aber nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.

Drei Tage vor der Präsentation der Studie in Münster war am Montag rund 20 Kilometer entfernt eine 54-Jährige Frau aus Schleswig-Holstein bei einem Lkw-Unfall ums Leben gekommen. Sie hatte mit ihrer Reisegruppe aus Hamburg auf einem Autohof eine Pause eingelegt. Dabei wurde sie von einem anfahrenden Lastkraftwagen erfasst und getötet. Die Unfallursache ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei des Kreises Coesfeld vermutet, dass die Frau in den Morgenstunden dunkel gekleidet auf dem Weg zu ihrem Bus unmittelbar vor dem Lastwagen hergelaufen ist. Der Fahrer soll die 54-Jährige dann beim Anfahren übersehen haben.

Um solche Unfälle zu verhindern, gibt es derzeit keine technischen Lösungen. Zwar bietet die Industrie Assistenzsysteme an, die Gegenstände oder auch Fußgänger auf der Fahrbahn erkennen und das Fahrzeug abbremsen und in den Stand bringen. Nach Auskunft der UDV hat die Industrie aber noch kein System in der Planung, dass den Unfall in Senden hätte verhindern können.

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