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In- und Ausland

Sturmtief „Sabine“ bremst die Pendler aus

Wetter

Montag, 10. Februar 2020 - 01:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Offenbach/Berlin. Zahlreiche Bahn- und Autofahrer spürten schon am Sonntag die Folgen von „Sabine“. Für Pendler könnte es zum frühmorgendlichen Berufsverkehr noch dicker kommen.

In München steht der Zugverkehr weitgehend still. Sturmtief „Sabine“ hat bereits am Sonntagabend erste Schäden verursacht. Foto: Felix Hörhager/dpa

Pendler in ganz Deutschland müssen sich am Morgen auf Einschränkungen durch Sturmtief „Sabine“ einstellen. Bis mindestens 10 Uhr wird der Fernverkehr der Bahn im ganzen Land eingestellt bleiben.

Wenn der entstandene Schaden begutachtet sei, könnten die Strecken Stück für Stück wieder freigegeben werden, hieß es am späten Sonntagabend von der Bahn. „Es ist leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen am Montag den ganzen Tag über andauern werden.“ Auch im Regionalverkehr könne am Montag keine zuverlässige Betriebsaufnahme gewährleistet werden.

Mehrere private Bahnunternehmen stellten ihren Zugverkehr am Sonntag ebenfalls ein. Es seien bereits Schäden an der Infrastruktur entstanden, teilte etwa die Länderbahn mit. Das Unternehmen stoppte seine Züge von Alex (Hof-Regensburg), Vogtlandbahn, Trilex, Oberpfalzbahn und Waldbahn. Wann es weitergeht, war zunächst unklar.

Wegen umgestürzter Bäume müssen auch Autofahrer vielerorts mit Einschränkungen rechnen. In Niedersachsen mussten mehrere Autobahnabschnitte gesperrt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen soll die Autobahn 45 zwischen Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd in Richtung Frankfurt bis Montagmittag geschlossen bleiben.

In vielen deutschen Schulen fällt zudem der Unterricht aus, etwa in etlichen Großstädten Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen von Bayern, Hessen, Niedersachsen und Bremen. Auch der baden-württembergische Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat allen Schülern empfohlen, daheim zu bleiben.

An der deutschen Nordseeküste, in Hamburg und in Bremen gilt ab dem Montagnachmittag Sturmflutgefahr - dabei könnte auch der Hamburger Fischmarkt überflutet werden.

Bereits am Sonntag hat das Sturmtief in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr durcheinandergebracht und erste Schäden verursacht. Im Emsland fuhr ein Intercity-Zug in einen umgestürzten Baum und steckte auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin saßen etwa 300 Reisende. In Hamburg prallte eine oberirdisch fahrende U-Bahn gegen einen aufs Gleis gestürzten Baum und verkeilte sich. Im nordrhein-westfälischen Iserlohn ist ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung gestürzt und hat einen Zug getroffen. In Paderborn verletzte ein herabstürzender Ast einen 16-Jährigen.

Etliche Flughäfen - darunter große wie Frankfurt/Main, München und Düsseldorf - strichen Starts und Landungen. Auch am Montag ist mit Annullierungen zu rechnen. Für die meisten Regionen rief der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Unwetterwarnstufe aus, für manche Gegenden in Baden-Württemberg und Bayern sogar die höchste. Die stärksten Böen wurden mit einer Kaltfront erwartet, die bis Montagmorgen auch den Süden Deutschlands erreichen sollte.

Der DWD verzeichnete bereits am frühen Abend im Westen und Nordwesten schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h, vereinzelt sogar orkanartige Böen von 100 bis 115 km/h. „Sabine“ ist laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie „Kyrill“ (2007) oder „Lothar“ (1999) werde „Sabine“ nicht.

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