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In- und Ausland

Suche nach U-Boot: Offenbar Objekt auf Meeresgrund entdeckt

Militär

Mittwoch, 22. November 2017 - 07:24 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Buenos Aires. Den Suchmannschaften rennt die Zeit davon: An Bord des verschollenen argentinischen U-Boots könnte bald der Sauerstoff bald ausgehen. Wurde das U-Boot nun endlich lokalisiert?

Das U-Boot „ARA San Juan“ auf einem undatiertes Archivfoto in Bahia Blanca. Foto: Juan Sebastian Lobos/Armada Argentina/telam

Bei der Suche nach dem seit einer Woche verschollenen argentinischen U-Boot hat ein Flugzeug der US-Navy nach Medienangaben ein Objekt in 70 Meter Tiefe im Südatlantik ausfindig gemacht.

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Auf dem Radarschirm des Flugzeugs sei ein Wärmeflecken erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste U-Boots „ARA San Juan“ handeln könnte, berichteten am Dienstag (Ortszeit) übereinstimmend der Sender Radio Mitre und die Zeitung „Clarín“. Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen.

In der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia wurde das regionale Krankenhaus auf Anforderung der argentinischen Kriegsmarine in Bereitschaft versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle frei gehalten, um die Besatzungsmitglieder des U-Boots gegebenenfalls einliefern zu können.

Die internationale Suchaktion nach dem verschollenen U-Boots ist nach Angaben der argentinischen Kriegsmarine in einer „kritischen Phase“. Der Kontakt mit dem U-Boot war am 15. November abgerissen. „Unsere Sorge um die Sauerstoffreserve an Bord steigt an“, sagte am Dienstagabend (Ortszeit) der Marinesprecher, Kapitän Enrique Balbi. Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord verfüge über Sauerstoff für sieben Tage, wenn es nicht auftauchen kann.

Am Montag hatten zwei argentinische Kriegsschiffe bei der Suchaktion mit ihren Echolotgeräten ein auffälliges Geräusch im Meer registriert, rund 430 Kilometer vor der patagonischen Küste. Ein P8-Seeaufklärungsflugzeug der US-Navy ließ das Geräusch mit spezieller Software auswerten. Neue Enttäuschung: es sei kein U-Boot-Geräusch, auch nicht von Schlägen gegen den U-Boot-Rumpf, wie sie in äußerster Not von der Besatzung abgegeben werden. Wahrscheinlich stemme das Geräusch von einem biologischen Verursacher. Im Südatlantik vor der patagonischen Küste sind von Mai bis November die paarenden Wale die größte Touristenattraktion.

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