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Taifun „Hato“: Zahl der Opfer steigt auf neun

Wetter

Donnerstag, 24. August 2017 - 07:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Peking. Mit heftigen Windböen, Wolkenbrüchen und Überschwemmungen hat in Südchina der stärkste Taifun seit Jahren gewütet. Neben Toten und Verletzten werden auch hohe wirtschaftliche Schäden befürchtet.

Hohe Wellen schlagen im Victoria Hafen an den Anleger. Foto: Vincent Yu

Der verheerende Taifun „Hato“ hat in Südchina eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und mindestens neun Menschen das Leben gekostet.

Mindestens vier Menschen sind während des schweren Sturms in der Provinz Guangdong umgekommen, einer werde noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.

„Im Vergleich zu anderen Taifunen bewegte sich Hato zügig vorwärts, wurde schnell immer stärker und verursachte massive Mengen an Niederschlag“, sagte Wu Zhifang vom Wetteramt der Provinz. Die Behörden gaben Warnungen vor Erdrutschen und Überschwemmungen aus. ​

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau, die besonders hart von „Hato“ getroffen wurde, stieg die Zahl der Todesopfer von drei auf fünf. In der für ihre Luxushotels- und Casinos bekannten Stadt sind nach Behördenangaben 153 Menschen verletzt worden.

Mit hohen Wellen, heftigen Böen und Wolkenbrüchen hatte der stärkste Taifun seit fünf Jahren am Mittwoch in der Region gewütet. Hunderttausende Menschen, die in der Nähe der Küste lebten, wurden in Sicherheit gebracht. 

Schwer traf der Sturm auch Hongkong, wo mindestens 84 Menschen verletzt wurden. Videos in sozialen Netzwerken zeigten in vielen Stadtteilen überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umherwirbelnde Teile, etwa von Baugerüsten. Baukräne knickten wegen des staken Windes um. Die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von über zu 200 Kilometern pro Stunde, wie das Wetteramt der Stadt berichtete.

Analysten sagten der „South China Morning Post“, sie rechneten mit wirtschaftlichen Schäden von bis zu acht Milliarden Hongkong-Dollar (rund 870 Millionen Euro). 

Große Teile eines Baugerüsts in Hongkong wurden durch den Sturm auf ein benachbartes Gebäude gedrückt. Foto: Jayne Russell

Mit heftigen Böen und Wolkenbrüchen hat Taifun Hato Hongkong und das chinesische Festland erreicht. Foto: Vincent Yu

Ein umgestürzter Baum liegt auf einer Straße. Videos in sozialen Netzwerken zeigten überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umherwirbelnde Teile. Foto: Vincent Yu

Keiner wagt sich vor die Tür: Eine sonst volle Straße in Hongkong ist menschenleer. Foto: Vincent Yu

Polizisten im Einsatz: Behörden riefen die höchste Taifun-Warnstufe aus. Foto: Jayne Russell

Bei zwei Taxis ist die Rückscheibe zerbrochen, nachdem durch den Sturm Gebäudeteile herabgefallen sind. Foto: Jayne Russell


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