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In- und Ausland

Tastet sich die EZB an das Ende der Geldflut heran?

EZB

Donnerstag, 8. März 2018 - 05:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Bis mindestens Ende September 2018 will die Europäische Zentralbank (EZB) Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen stecken.

Die EZB hatte ihr gewaltiges Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert. Foto: Boris Roessler

Doch wie geht es danach weiter? Und wann stoppt die Notenbank ihre Geldflut ganz? Die Hoffnungen sind groß, dass die Währungshüter heute (13.45 Uhr) im Anschluss an ihre Zinssitzung in Frankfurt zumindest vorsichtige Hinweise auf den weiteren Kurs geben.

Im Oktober hatte die EZB ihr gewaltiges Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen um neun Monate bis mindestens Ende September 2018 verlängert, das monatliche Volumen von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert. Bislang hält sich die Notenbank die Option offen, das Kaufprogramm bei Bedarf auszuweiten, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern.

Das Hauptziel der EZB - ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent - ist nach wie vor weit entfernt: Im Februar fiel die Inflationsrate im Euroraum mit 1,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016. Hoffnung macht den Währungshütern die gut laufenden Konjunktur. Am Donnerstag veröffentlicht die EZB neue Prognosen zur Entwicklung von Inflation und Konjunktur im Euroraum.

Als sicher gilt, dass die EZB an den Zinsen vorerst nicht drehen wird: Der Leitzins im Euroraum dürfte auf dem Rekordtief von null Prozent bleiben. Auch der Strafzins von 0,4 Prozent, den Geschäftsbanken auf bei der Notenbank geparktes Geld zahlen müssen, wird voraussichtlich unverändert bleiben.

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