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In- und Ausland

Terrorverdächtiger wird Ermittlungsrichter vorgeführt

Terrorismus

Donnerstag, 21. Dezember 2017 - 08:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Karlsruhe. Ein Terrorverdächtiger soll einen Anschlag auf den Karlsruher Schlossplatz geplant haben. Nach seiner Festnahme durch Spezialkräfte entscheidet nun der Bundesgerichtshof, ob Anklage erhoben wird.

Spezialkräfte der Polizei haben die Wohnung des Terrorverdächtigen durchsucht. Foto: Uli Deck

Nach der Festnahme eines terrorverdächtigen Deutschen wird der Mann an diesem Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Spezialkräfte der Polizei hatten den 29-Jährigen am Mittwoch in Karlsruhe festgenommen.

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Er sei dringend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, teilte der Generalbundesanwalt mit. Demnach soll der Mann in Karlsruhe einen Anschlag geplant und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben.

Spezialkräfte suchten am Mittwoch auch in der Wohnung des Terrorverdächtigen nach Hinweisen. Nach Angaben des Landeskriminalamts waren 70 Einsatzkräfte beteiligt.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler habe er erwogen, mit einem Fahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Ab Ende August 2017 habe er die Örtlichkeiten rund um das Schloss ausgekundschaftet. Seit September habe er sich vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer beworben.

Zudem wird ihm vorgeworfen, IS-Propaganda-Videos erstellt zu haben und diese auf mehreren Internetplattformen verbreitet zu haben. In einer Chatgruppe hat er nach Angaben des Generalbundesanwalts andere „im Sinne der Ideologie der Terrororganisation“ motiviert. In den Jahren 2015 und 2016 soll der Mann in den Irak gereist sein. Dort habe er sich dem IS angeschlossen und sei an Schusswaffen ausgebildet worden. Er habe für die Miliz in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele ausgespäht.

Nach Angaben des SWR prüfen Behörden, ob der geplante Anschlag etwas mit der Sperrung der Eisbahn Anfang Dezember zu tun hat. Damals hatte sich demnach eine Frau bei der Polizei gemeldet und von einer Äußerung erzählt, die sie gehört hatte. Es sei bei der Bemerkung um die künstliche Eisfläche gegangen.

Freiluft-Kunsteisbahn vor dem Schloss in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archiv

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