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In- und Ausland

Tote und Verletzte bei Islamistenangriff in Mogadischu

Konflikte

Sonntag, 29. Oktober 2017 - 11:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Mogadischu. Nach dem tödlichen Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu verschanzen sich Islamisten in einem Hotel. Zehn Stunden später ist die Belagerung beendet. Aber der Horror ist noch nicht vorbei.

Ein somalischer Soldat in Mogadischu vor von einer Explosion zerstörten Fahrzeugen. Foto: Farah Abdi Warsameh

Mindestens 25 Menschen sind bei einem islamistischen Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ums Leben gekommen. 30 weitere wurden bei Explosionen in der Nähe eines Hotels verletzt, wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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Die Behörden schlossen nicht aus, dass sich die Zahl der Todesopfer noch weiter erhöht.

Mitglieder der radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz hatten am Samstag in der Nähe des Hotels zwei Autobomben gezündet. Bewaffnete Islamisten stürmten und belagerten das bei Politikern und Regierungsmitarbeitern beliebte Hotel Nasahablood 2.

Nach zehn Stunden kam die Belagerung zu Ende, wie Mohamed Dahir von der örtlichen Polizei sagte. Während der Besetzung der Hotels habe sich einer der Milizkämpfer selbst in die Luft gesprengt, so Dahir. Dabei seien vermutlich auch Sicherheitskräfte zu Schaden gekommen. Zuvor war es zu Gefechten zwischen Islamisten und Sicherheitskräften gekommen, die bis in die Nacht andauerten.

Lokalen Medienberichten zufolge wurden einige der Angreifer erschossen, andere wurden lebend gefasst. An dem Anschlag sollen mindestens fünf Milizkämpfer beteiligt gewesen sein.

Sicherheitskräfte hatten zuvor mehr als 30 Menschen aus dem Hotel retten können. Unter den Geretteten habe sich auch ein Minister sowie ein bekannter Geistlicher befunden. Die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz hatte sich zu dem Anschlag bekannt, wie die Site Intelligence Group meldete.

Unter den Toten waren auch ein früherer Vizeminister und ein ehemals leitender Polizist, wie es seitens der Sicherheitskräfte hieß.

Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed sagte in einer Stellungnahme, seine Regierung werde den Terroristen trotzen. Der Anschlag werde sie nicht davon abhalten, gegen Al-Shabaab vorzugehen. „Ich teile die Trauer der Familien und Freunde angesichts dieser neuen tödlichen Attacke hier in Mogadischu“, sagte der Präsident.

Erst Mitte Oktober hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Lastwagen an einem der belebtesten Verkehrsknotenpunkte in Mogadischu in die Luft gesprengt. Mehr als 350 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Die Regierung des ostafrikanischen Landes machte auch für diese Tat Al-Shabaab verantwortlich. Der Präsident versprach nach dem verheerenden Anschlag, Al-Shabaab zu zerschlagen.

Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündeten Al-Shabaab-Kämpfer wollen in Somalia einen sogenannten Gottesstaat errichten.

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