Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Treffen für besseren Schutz vor gefährlichen Lkw-Unfällen

Verkehr

Dienstag, 10. Juli 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Immer wieder sterben Fußgänger und Radler bei Unfällen mit Lastwagen. Oft waren sie für den Lkw-Fahrer in einem toten Winkel. Helfen könnte ein Abbiege-Assistent. Ein Treffen soll die Technik voranbringen.

Ein Fahrrad liegt zu Anschauungszwecken bei einer Verkehrserziehungswoche für Schulen unter den Hinterrädern eines Lkw. Foto: Arno Burgi/Symbolbild

Ein besserer Schutz von Radfahrern und Fußgängern vor gefährlichen Unfällen mit abbiegenden Lastwagen ist an diesem Dienstag Thema eines Treffens in Berlin.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will damit einen Anstoß geben, dass mehr Laster schnell mit einer neuen Sicherheitstechnik gegen den „toten Winkel“ ausgestattet werden. Erwartet werden Vertreter von Autoindustrie, Logistikbranche, Prüforganisationen, Verkehrssicherheitsexperten, Autofahrer- und Radfahrerclubs. Bei der „Aktion Abbiege-Assistent“ soll es auch darum gehen, dass sich Firmen verpflichten, ihre Lkw-Flotten nachzurüsten.

Die Grünen im Bundestag fordern eine schnelle und verpflichtende Einführung des Systems in Deutschland. „Die Technik ist da. Sowohl für neue Lkw als auch zur Nachrüstung“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Minister Andreas Scheuer darf sich nicht hinter irgendwelchen europäischen Lösungen verstecken, die noch jahrelang brauchen. Gefragt ist eine nationale und verpflichtende Lösung für neue Lkw und für solche, die schon auf der Straße fahren“, so der Grünen-Politiker. „Das geht über die Straßenverkehrsordnung.“

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn meist erhöht sitzende Lkw-Fahrer Radler oder Fußgänger übersehen, die sich neben ihrem Fahrzeug befinden. Abbiege-Assistenten können Warnsignale aussenden oder automatisch bremsen. Union und SPD haben auch im Koalitionsvertrag vereinbart, diese Technik für neue Lastwagen und Busse zur Pflicht zu machen. Dies ist aber auf EU-Ebene zu regeln.

Ihr Kommentar zum Thema

Treffen für besseren Schutz vor gefährlichen Lkw-Unfällen

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha