In- und Ausland

Trump: Corona-Krise wird enden

Gesundheit

Dienstag, 24. März 2020 - 16:00 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Washington. Die Coronavirus-Krise setzt den Vereinigten Staaten zunehmend zu. US-Präsident Trump bemüht sich auf diversen Wegen um eine Antwort auf die Pandemie - und verspricht schon jetzt eine baldige Besserung. Ist das voreilig?

US-Präsident Donald Trumpverspricht der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt.

„Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. „Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte.“ Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen.

„Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem“, sagte Trump. Er räumte ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: „Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird.“ Es handele sich um ein medizinisches Problem. „Wir werden nicht zulassen, dass es sich zu einem bleibenden finanziellen Problem entwickelt.“

Durch das Virus sei vieles zum Stillstand gekommen, doch zu einem bestimmten Zeitpunkt müssten die Dinge wieder losgehen. „Es wird verschwinden. Wir werden diesen Kampf gewinnen“, versprach Trump. „Wir werden diesen Krieg gewinnen und wir werden ihn viel eher gewinnen als viele Menschen denken.“

Trump sagte, die USA würden sich eher in einer Frage von Wochen als von Monaten wieder für Geschäfte öffnen. Er betonte, eine lang anhaltende Schließung der Wirtschaft würde letztlich zu mehr Toten führen als das Coronavirus. Er sagte: „Wenn es nach den Ärzten ginge, würden sie vielleicht sagen: Lasst es abgeschottet, lasst uns die die ganze Welt abschotten.“ Für eine Wirtschaftsmacht wie die USA sei das aber langfristig keine Lösung.

Trumps Regierung und seine Republikaner verhandeln derzeit mit den Demokraten im US-Kongress über ein billionenschweres Konjunkturpaket als Antwort auf die Corona-Krise. Die Gespräche ziehen sich jedoch in die Länge.

Der US-Präsident hat bereits signalisiert, dass er auch zu weiteren Konjunkturpaketen bereit sei, falls das aktuelle nicht ausreichen sollte. In den USA wird im November gewählt, und Trump bewirbt sich um eine Wiederwahl - eine Rezession käme ihm da wohl höchst ungelegen. Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie in den USA ist noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber einen dramatischen wirtschaftlichen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA ist bis Dienstagmorgen (Ortszeit) auf fast 600 gestiegen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 in den USA lag diesen Angaben zufolge bei mehr als 46 400. Damit rangieren die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle an dritter Stelle - hinter China und Italien, aber noch vor Spanien und Deutschland. Am schwersten betroffen in den USA ist der Bundesstaat New York an der Ostküste.

Die US-Regierung will auch dagegen vorgehen, dass Bürger in der Coronavirus-Krise in großen Mengen Schutzmasken oder Desinfektionsmittel horten, um sie überteuert weiterzuverkaufen. Trump sagte, er habe eine Verfügung unterzeichnet, um ein solches Verhalten zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Bestimmte medizinische Produkte sollten offiziell als knappe Waren eingestuft werden. Bei diesen kritischen Produkten sei es dann verboten, sie in großen Mengen zu horten und zu Wucherpreisen weiterzuverkaufen. Niemand dürfe die aktuelle Notlage der Amerikaner ausnutzen.

US-Justizminister William Barr sagte, noch seien keine Produkte in diese Kategorie eingestuft worden. Erste Ermittlungen in diesem Bereich seien aber bereits angelaufen. „Wenn Sie einen großen Vorrat an Toilettenpapier zu Hause haben, ist das nichts, weshalb Sie sich Sorgen machen müssen“, sagte Barr an die Adresse der Bevölkerung. „Aber wenn Sie auf einem Lagerhaus mit Masken, Operationsmasken sitzen, dann werden wir an Ihre Tür klopfen.“ Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken und Handdesinfektionsmittel in den USA zur Mangelware geworden.

Ihr Kommentar zum Thema

Trump: Corona-Krise wird enden

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha