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Trump: Russische Hackerangriffe während Obamas Amtszeit

Regierung

Samstag, 14. Juli 2018 - 16:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Washington/Glasgow. US-Präsident Donald Trump weist weiter jede Beteiligung an dem mutmaßlichen Hackerangriff Russlands gegen seine Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton von sich.

Weist weiter jede Beteiligung an dem mutmaßlichen Hackerangriff Russlands gegen seine Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton von sich: US-Präsident Donald Trump. Foto: Pablo Martinez Monsivais/AP

Trump erklärte am Samstag, die Computerangriffe auf die Demokraten seien nicht während seiner Amtszeit erfolgt. Das US-Justizministerium hatte am Freitag eine Anklage gegen zwölf Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU veröffentlicht. Damit verdichten sich die Hinweise auf eine staatliche Einflussnahme Russlands immer mehr.

„Die Geschichte, die ihr gestern gehört habt über die zwölf Russen spielen in der Zeit der Obama-Administration, nicht in der Trump-Administration“, schrieb Trump auf Twitter. „Warum haben sie nichts dagegen getan?“, fragte er. Präsident Barack Obama sei Berichten zufolge im September vor der Wahl 2016 vom FBI informiert worden. Trump warf die Frage auf, wo sich eigentlich der Computerserver der Demokraten jetzt befinde und warum das FBI ihn nicht beschlagnahmt habe.

Den zwölf russischen Geheimdienstlern wird vorgeworfen, die Computer der US-Demokraten und des Wahlkampflagers von Trump-Kontrahentin Hillary Clinton angegriffen zu haben. Aus der Anklage wird zwar deutlich, dass es Verbindungen des Trump-Lagers zu den Hackern gegeben hatte. Jedoch gab es zunächst keine Hinweise darauf, dass Trump-Leute gewusst hatten, mit wem sie in Verbindung waren.

Trump selbst hatte im Wahlkampf Russland dadzu ermuntert, 30 000 gelöschte E-Mails von Hillary Clinton zu finden. Wie die „New York Times“ berichtete, starteten die Hackerangriffe just an dem Tag, als Trump diesen Aufruf tätigte.


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