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Türkei setzt Beschuss des Kurdengebiets Afrin in Syrien fort

Konflikte

Samstag, 20. Januar 2018 - 11:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Istanbul. Das türkische Militär hat den Artilleriebeschuss der kurdischen Region Afrin in Nordsyrien den achten Tag in Folge fortgesetzt. Die türkischen Streitkräfte reagierten damit auf „Störfeuer“ der Kurdenmiliz YPG.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat mehrfach in den vergangenen Tagen einen Militäreinsatz gegen die YPG in Nordsyrien angekündigt. Foto: Burhan Ozbilici

Das Artilleriefeuer richtete sich gegen „Unterschlupfplätze“ der YPG, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den türkischen Generalstab.

Am Freitag hatte der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli erklärt, die Türkei halte trotz gegenteiliger Appelle der USA an einer Militäroffensive gegen die YPG fest. „Diese Operation wird realisiert, sie wird durchgeführt“, sagte Canikli in Ankara. 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat mehrfach in den vergangenen Tagen einen Militäreinsatz gegen die YPG in Nordsyrien angekündigt. Ziel ist nach seinen Worten, die „südliche Grenze vom Terror zu säubern“. Die YPG ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die PKK ist in der Türkei, in der EU und in den USA als Terrororganisation eingestuft. Die USA haben die YPG im Kampf gegen den IS mit Waffen ausgerüstet, was Ankara scharf kritisiert.


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