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UN-Abkommen zu Plastikmüll: Regierung unterstützt Forderung

UN

Freitag, 8. März 2019 - 07:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Forderung nach einem UN-Abkommen gegen Plastikmüll im Meer trifft bei der Bundesregierung auf offene Ohren. Man unterstütze internationale Vereinbarungen mit dieser Stoßrichtung, heißt es in der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Ein Mann sammelt Plastik und andere wiederverwertbare Materialen an der von Plastiktüten und sonstigen Müll übersäten Küste vor Mumbai. Foto: Rafiq Maqbool/AP

„Dies kann ein Abkommen zur Reduzierung der Plastikmülleinträge unter dem Dach der Vereinten Nationen sein, weshalb die Bundesregierung entsprechende Überlegungen befürwortet.“ Da solche Verhandlungen langwierig seien, brauche es aber parallel dazu andere Anstrengungen.

17 verschiedene Konventionen und Vereinbarungen gegen Vermüllung der Umwelt mit Plastikabfall zählt das Ministerium von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf. Wenn diese besser als bisher umgesetzt würden, könne das zu einer „signifikanten Reduzierung“ beitragen - es reiche aber nicht aus, heißt es. Deswegen setze die Regierung sich „nachdrücklich“ für die Stärkung und Weiterentwicklung des Abkommens ein und unterstütze, dass das Thema bei den Treffen der G7- und G20-Staaten auf der Tagesordnung stehe.

Am Montag beginnt in Nairobi in Kenia eine fünftägige UN-Umweltkonferenz. Plastikmüll und Vermüllung der Meere stehen auf der Tagesordnung. Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Bettina Hoffmann, sagte der dpa: „Die Bundesregierung gibt zu, dass die bisherigen Abkommen nicht ausreichen.“ Doch wenn es um das Bekenntnis zu einem global verbindlichen Abkommen gehe, bleibe das Umweltministerium schwammig. „Begeisterung und echtes Engagement für eine neue Konvention sehen anders aus“, kritisierte sie. Ziel müsse sein, den Eintrag von Plastikmüll in die Weltmeere bis 2030 zu stoppen.


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