UN-Menschenrechtschef berichtet über die größten Krisenherde

dpa Genf. Mit Spannung wird die Rede von UN-Hochkommissar Said Raad al-Hussein zu den schlimmsten Krisenherden der Welt erwartet. Der Menschenrechtschef der Vereinten Nationen ist für seine unverblümte Kritik bekannt.

UN-Menschenrechtschef berichtet über die größten Krisenherde

Kinder der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Myanmar warten in einem Flüchtlingslager in Bangladesch auf Essensrationen. Foto: Dar Yasin/AP

Die derzeit größten Krisenherde und schlimmsten Menschenrechtsverletzungen der Welt stehen heute im Fokus einer Rede von UN-Hochkommissar Said Raad al-Hussein.

Der Menschenrechtschef der Vereinten Nationen wird in Genf in seinem Jahresbericht unter anderem über Verbrechen in Syrien, die Vertreibung der Rohingya-Minderheit aus Myanmar und über den Krieg im Jemen berichten, heißt es aus Saids Umfeld.

Der jordanische UN-Diplomat wird sich voraussichtlich auch mit den Situationen in der Türkei und in Venezuela befassen. Said hält seine Rede vor Vertretern der 47 Länder des UN-Menschenrechtsrates, darunter auch Deutschland.

Der Hochkommissar ist für seine unverblümte Kritik bekannt. Vorige Woche sagte er, die Angriffe auf syrische Zivilisten in der Region Ost-Ghuta seien „wahrscheinlich Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban bezeichnete er als Rassisten.