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In- und Ausland

UN verurteilen Gewalt bei Hilfslieferung in Ost-Ghuta

Konflikte

Dienstag, 6. März 2018 - 14:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Damaskus. 46 Lastwagen fuhren in Damaskus los, um dringend benötigte Hilfe für Zehntausende ins belagerte Ost-Ghuta zu bringen. Das Entladen der Hilfsmittel musste jedoch „wegen eskalierender Gewalt und Unsicherheit“ abgebrochen werden. Donnerstag startet ein weiterer Versuch.

Ost-Ghuta vor den Toren der Hauptstadt Damaskus hat seit Mitte Februar die heftigsten Luftangriffe der Regierung seit Beginn des Syrien-Krieges 2011 erlebt. Auch am Tag der Hilfslieferung gingen die Bombardements weiter Foto: Samer Bouidani

Die Vereinten Nationen haben Angriffe scharf verurteilt, die zum Abbruch einer dringend benötigten Hilfslieferung im syrischen Ost-Ghuta führte. Die Gewalt offenbare einen „Mangel an Respekt für die Waffenruhe“ und die Missachtung von Sicherheitsgarantien für den Konvoi, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des UN-Nothilfebüros Ocha.

Am Montag war in der umstellten Region östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus die erste Hilfslieferung seit der dortigen Eskalation der Gewalt angekommen. Die Lieferung musste allerdings beim Entladen der Lastwagen „wegen eskalierender Gewalt und Unsicherheit“ abgebrochen werden, berichtete Ocha weiter. Bereits am Montagabend hatten Aktivisten in der Region sowie Mitarbeiter der Vereinten Nationen von dem Vorfall berichtet.

Luftangriffe und Beschuss seien über Stunden weitergegangen, während der Konvoi Nahrung für 27 500 Menschen sowie medizinische Produkte lieferte, so Ocha. Deswegen habe man das belagerte Gebiet nach neun Stunden verlassen, 14 der 46 Lastwagen konnten demnach nicht vollständig ausgeladen werden.

Die Vereinten Nationen wollen am Donnerstag eine weitere Hilfslieferung in das belagerte Ost-Ghuta in Syrien bringen. Die UN und ihre Partnerorganisationen seien bereit, sofern es die Bedingungen zuließen, sagte die Ocha-Sprecherin Linda Tom am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie betonte, dass für einen neuen Hilfskonvoi Sicherheitsgarantien der syrischen Regierung vorliegen müssten.

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