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In- und Ausland

Unabhängige Experten untersuchen Gift im Fall Skripal

Kriminalität

Sonntag, 18. März 2018 - 13:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa London. Proben des bei dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal verwendeten Gifts werden von unabhängigen Experten untersucht.

Einsatzkräfte laufen in Schutzanzügen durch den Park, in dem der frühere Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter mit Vergiftungserscheinungen aufgefunden wurden. Foto: Andrew Matthews/PA Wire

Vertreter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag werden bereits an diesem Montag in Großbritannien erwartet, wie am Sonntag das Außenministerium in London mitteilte. Die OPCW lasse die Proben in internationalen Labors untersuchen. Dies werde mindestens zwei Wochen dauern.

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Sergej Skripal (66) und seine Tochter Yulia (33) befinden sich auch zwei Wochen nach dem Attentat in einem kritischen Zustand. Sie waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury aufgefunden worden. Die beiden wurden nach britischen Angaben mit der Substanz Nowitschok vergiftet, die in der früheren Sowjetunion hergestellt wurde. Daher beschuldigt Großbritannien den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Drahtzieher. Der Streit entwickelte sich zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen beiden Ländern.

Es gebe Beweise, dass Moskau auch in den vergangenen zehn Jahren das Nervengift Nowitschok hergestellt und gelagert habe, sagte Außenminister Boris Johnson am Sonntag in einem Interview des Senders BBC. „Das ist ein Bruch der Chemiewaffenkonvention.“ Über 20 Länder hätten London schon ihre Solidarität zugesagt, so Johnson.

Nowitschok führt meist binnen weniger Stunden zum Erstickungstod. Das Gift, das in etwa 100 Varianten vorkommen soll, ist nur schwer nachzuweisen. Die Überlebenschancen sind gering.

Die russische Botschaft in London. Die britische Regierung hatte nach dem Attentat auf Skripal und dessen Tochter unter anderem die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten angeordnet. Foto: Alastair Grant/AP

Britische Botschaft neben dem russischen Außenministerium in Moskau. Russland weist im Streit mit Großbritannien um den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal 23 britische Diplomaten aus. Foto: Pavel Golovkin

Premierministerin Theresa May, im Gespräch mit Kier Pritchard von der Polizei Wiltshire. Die britische Regierungschefin besucht den Ort des Attentats auf Skripal und seine Tochter in Salisbury. Foto: Andrew Matthews/PA Wire

In diesem Park in Salisbury wurden Skripal und seine Tochter bewusstlos aufgefunden. Foto: Steve Parsons/PA Wire

Ermittler auf dem London Road Friedhof nahe der Grabstätte von A. Skripal, dem Sohn des Ex-Spions S. Skripal. Auch Skripals Ehefrau Ludmilla liegt hier begraben. Foto: Pa/PA Wire

Sergej Lawrow (r) und Alexander Bortnikow, Leiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Moskau pocht bei der Aufklärung des Skripal-Falls auf eine eigene Untersuchung durch russische Ermittler. Foto: Mikhail Klimentyev/AP

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