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In- und Ausland

VW-Chef Diess weist neue Manipulationsvorwürfe zurück

Auto

Freitag, 13. September 2019 - 09:40 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. VW-Chef Herbert Diess hat einen Medienbericht über angebliche neue Abgasmanipulationen bei Dieselwagen als falsch zurückgewiesen. „Gott sei Dank ist nichts dran an der Geschichte“, sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.

Herbert Diess: „Gott sei Dank ist nichts dran an der Geschichte“. Foto: Silas Stein

Der SWR hatte am Donnerstag unter Berufung auf interne VW-Dokumente berichtet, auch Dieselmotoren mit der modernen und schärferen Abgasnorm Euro-6 enthielten ein Programm, das erkenne, ob sich das Fahrzeug gerade auf einem Prüfstand befindet.

Eine solche „Zykluserkennung“ war bei älteren VW-Motoren des Typs EA 189 dazu genutzt worden, dass die volle Abgasreinigung nur während des Tests lief, im Alltagsbetrieb auf der Straße dagegen vermindert oder gar ganz abgeschaltet wurde - mit einem dann deutlich höheren Ausstoß an giftigen Stickoxiden (NOx). Die Enthüllung der so funktionierenden Täuschungssoftware hatte im September 2015 den „Dieselgate“-Skandal ausgelöst.

Im ZDF sagte Diess: „Prüfstandserkennung per se braucht man immer, weil man natürlich auf dem Prüfstand sicherstellen muss, dass ABS nicht regelt zum Beispiel, dass sich das Auto auf dem Prüfstand richtig verhält.“ Die Frage sei aber, ob diese Prüfstandserkennung genutzt werde, um im Fahrbetrieb andere Emissionswerte zu erzielen. „Und das ist sicherlich nicht der Fall“, versicherte der Manager. „Der Motor hat keine Abschalteinrichtung.“ Diess verwies zudem darauf, dass der betreffende Motor vom Kraftfahrtbundesamt und auch von externen Instituten geprüft worden sei.

Die Entdeckung und das Eingeständnis von Betrugsprogrammen („defeat devices“) hatte vor rund vier Jahren zum Beginn der Abgasaffäre bei Volkswagen geführt. Der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn musste gehen, gegen ihn und andere Manager laufen derzeit noch Ermittlungen, unter anderem bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Der Konzern stürzte in die tiefste Krise seiner Geschichte - der Skandal verschlang Milliarden an Rechtskosten, der Imageschaden war enorm.

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