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Verdächtiger im Fall Maddie vor Landgericht Braunschweig

Kriminalität

Montag, 16. November 2020 - 16:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Braunschweig. In Braunschweig geht es um die mögliche Aussetzung einer Reststrafe des für den Mord im Fall Maddie Verdächtigen. Eine Freilassung dürfte aber auch bei positivem Ausgang nicht zu erwarten sein.

Blick auf die Justizvollzugsanstalt Kiel. Der Verdächtige im Fall des vor gut 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens „Maddie“ verbüßt hier derzeit eine Haftstrafe. Foto: Carsten Rehder/dpa

Der im Fall Maddie Verdächtige ist am Montag aus dem Kieler Gefängnis ins Landgericht Braunschweig gebracht worden. Es gehe um eine Anhörung bei der Strafvollstreckungskammer, sagte eine Gerichtssprecherin.

Bei dem Termin handelt es sich ihr zufolge um eine nicht-öffentliche Sitzung und es sei noch unklar, wann es ein Ergebnis gebe. Über den Gefangenentransport hatte zunächst die „Bild“ berichtet.

Nach Angaben des Gerichts geht es bei der Anhörung um eine mögliche Aussetzung einer Reststrafe auf Bewährung. Die aktuelle Gefängnisstrafe in Kiel wegen Drogenhandels endet am 7. Januar. Sollte es eine positive Entscheidung für den 43-Jährigen geben, wird nicht mit einer Freilassung gerechnet. In diesem Fall dürfte nach Einschätzung der Gerichtssprecherin eine Untersuchungshaft in einem Vergewaltigungsfall greifen.

Der Mann soll im Jahr 2005 - rund anderthalb Jahre vor dem Verschwinden der Britin Madeleine McCann - im portugiesischen Praia da Luz eine 72-Jährige vergewaltigt haben. Gegen das Braunschweiger Urteil vom Dezember 2019 zu sieben Jahren Haft hat der 43-Jährige Revision eingelegt, eine Entscheidung der BGH-Richter dazu ist noch nicht bekannt.

Anfang Juni hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeinsam mitgeteilt, dass sie im Fall der vermissten Britin Madeleine McCann gegen einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter wegen Mordverdachts ermitteln. Das Mädchen war vor mehr als 13 Jahren kurz vor ihrem vierten Geburtstag in einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden - der Fall sorgt bis heute weltweit für Aufsehen.

© dpa-infocom, dpa:201116-99-351581/2

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