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In- und Ausland

Verschollenes U-Boot: Wasser im Schnorchel verursachte Brand

Militär

Dienstag, 28. November 2017 - 10:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Buenos Aires. In der letzten Funkverbindung des vor knapp zwei Wochen verschollenen argentinischen U-Boots hat der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet.

Das U-Boot „ARA San Juan“ im Jahr 2011 im Marine-Industriekomplex Cinar in Buenos Aires. Foto: Mario Defina/Archiv

Das geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor, der vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht wurde. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.

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„Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand“, heißt es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der „ARA San Juan“ vom 15. November. Die Bug-Batterien seien außer Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmaßlichen Position des U-Boots.

Der Marinesprecher Kapitän Enrique Balbi erklärte am Montag, zu dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es hohen Wellengang von über sechs Metern auf der Route des U-Boots im Südatlantik. Die Marine hatte wiederholt gesagt, dass die Batteriepanne nach Angaben des U-Boot-Kapitäns behoben worden sei.

Eine internationale Suchmission durchkämmt die Region des Südatlantiks vor der argentinischen Küste, in der das in Deutschland gebaute U-Boot vermutlich auf Grund gegangen ist. Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-Navy und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil.

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